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Volkshochschule

Riesengroße Vielfalt kreativen Schaffens

Ausstellung „Wir Acryliker*innen“ der Malklasse von Dr. Christina Knapp eröffnet

Von 
Volker Widdrat
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Acrylfarbe ist auch der Kitt für die andauernde kreative Zusammenarbeit im Kurs von Dr. Christina Knapp (2. v. l.) mit Elisabeth Rothacker (v. l.), Martin Beickler, Silke Reister, Gerlinde Seeger, Elke Dittert, Traudel Beickler, Rafaela Scheurich-Müller und Birgit Wolf. © Widdrat

Eine Bildbetrachtung „im Rausch der Farbe“ ermöglicht die Ausstellung „Wir Acryliker*innen“ der Klasse von Dr. Christina Knapp, die mit einer Vernissage zum Semesterstart in der Volkshochschule (VHS) Bezirk Schwetzingen eröffnet wurde.

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Die stellvertretende VHS-Leiterin Petra Disch begrüßte etwa 40 Gäste. Die Ausstellung präsentiere die riesengroße Vielfalt kreativen Schaffens der vergangenen vier Jahre. Die Reihe gebe es schon seit 17 Jahren, sie werde schon lange nicht mehr beworben: „Der Kurs ist ein Selbstläufer.“ Bis zum 15. Dezember zeigt die Ausstellung die Werke von Martin und Traudel Beickler, Elke Dittert, Silke Reister, Elisabeth Rothacker, Rafaela Scheurich-Müller, Gerlinde Seeger und Birgit Wolf. Letztere war es auch, die gemeinsam mit Frauke Gjurasin-Nissen die Vernissage musikalisch mit Johann Sebastian Bachs französischen Suiten für zwei Blockflöten eröffnete.

„Ja, wir hängen an der Acrylfarbe, ein Leben ohne Acryl ist möglich, aber sinnlos“, wandelte Dr. Christina Knapp Loriots berühmtes Mops-Zitat ab. Die Acrylfarbe könne alles, was andere Farben immer nur partiell könnten. Die unendlichen Möglichkeiten dieses Mediums forderten geradewegs zu Experimenten auf. Die Malgruppe habe etwa die farbenfrohen Acrylbilder des Mannheimer Malers Dietmar Brixy technisch kopiert und damit experimentiert. „Wir können mischen, spachteln, kleben oder auch Erde auf die Leinwand geben“, schilderte die Kursleiterin die große Palette der Möglichkeiten und erinnerte an die großen Acryl-Pioniere Roy Lichtenstein und Andy Warhol. Mit launigen Worten erzählte sie, warum es einfach reizvoll ist, mit Acrylfarbe zu arbeiten.

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Die letzte Aktion des Kurses war die Pouring-Technik, bei der die Farbe auf eine Leinwand gegossen wird. Knapp zeigte Küchengerätschaften, die für die Bearbeitung der Farbe verwendet werden können: Milchaufschäumer, Filter, Brenner und vieles mehr, denn: „Acryliker sind Zweckentfremder“. Es sei nicht einfach, die Farbe entsprechend auf die gewünschten Ecken der Leinwand zu verteilen. Mit Schwamm, Malmesser und kleinen Walzen komme man aber ganz gut durch: „Es braucht nicht immer teure Pinsel – und der Kampf mit dem Zufall funktioniert dabei super“.

Die erfahrene Dozentin lobte ihre Malgruppe, der sie so wunderbar die Kreativität entlocken könne. Man müsse sich nur immer wieder etwas Neues einfallen lassen und kein Thema wiederholen. In dem beliebten Kurs sei auch stets ein Lerneffekt von der Idee über die Umsetzung bis zur Komposition dabei, scherzte sie: „Es wird nicht laut gemeckert, sondern leise geknurrt.“ Nicht jedes Format eigne sich für eine besondere Stimmung in Acrylfarbe, jeder Kursteilnehmer mache sich seine eigenen Gedanken. Dann komme das raus, was in der Ausstellung auf drei Stockwerken zu sehen sei.

Dr. Christina Knapp dankte der Volkshochschule für die Gelegenheit, diesen erfolgreichen Kurs seit Jahren anbieten zu können. „Kunst wäscht den Staub des Alltags von der Seele“, zitierte sie abschließend Pablo Picasso. Die Kursteilnehmer Martin und Traudel Beickler beendeten die Vernissage musikalisch mit Gitarre und Gesang mit dem Lied „Schlendern“ von Konstantin Wecker.

Freier Autor Volker Widdrat ist freier Mitarbeiter.

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