Schwappende Milch

Katja Bauroth über diverse Phänomene des Alltags

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Katja Bauroth
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Treue Leserinnen und Leser meiner geistigen Ergüsse an dieser Stelle wissen, dass ich mich gerne mit Alltagsgeschehnissen auseinandersetze. Auf meine Kolumne über die verschwundenen Socken in der Waschmaschine werde ich noch heute angesprochen (meine Socken verschwinden übrigens noch immer ins Sockenuniversum). Auch die tröpfelnde Kaffee- beziehungsweise Teekanne (samt dem „Tropfenstopper“ aus Schaumstoff von der Oma) beschäftigt nach wie vor. Heute geht’s wieder um Tröpfeleien –diesmal aus dem Tetra Pak. Sobald ich etwa eine neue Milchpackung öffne und mir was in eine Tasse gieße, schwappt die Milch stoßweise raus und spritzt auf die Anrichte. Eine Sauerei – und ich fluche! Mein Mann sagt dann immer: Trink doch einfach keine Milch mehr – oder kauf Flaschen! Na ja, recht hat er ja, doch zurück zum Problem. Das liegt am Format der Verpackung à la „Ziegelsteinform“. Damit die Milch gleichmäßig fließt, muss auch Luft strömen – ergo: Ein Luftloch muss her. Bei manchen Packungen gibt es das. Oder man schneidet in die von der Öffnung entfernte Ecke ein kleines Loch – so empfiehlt es zumindest der Hersteller Tetra Pak. Nur da kommt das nächste Problem: Die Haltbarkeit ist dann nicht mehr gewährleistet. Eine andere Empfehlung lautet: Karton zur Längsseite kippen, sodass die Öffnung oben ist. Das mit der Längsseite habe ich probiert – mit mäßigem Erfolg. Vielleicht höre ich doch zur Abwechslung mal auf meinen Mann – und kaufe Flaschen.

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Ressortleitung Katja Bauroth ist Redaktionsleiterin der Schwetzinger Zeitung/Hockenheimer Tageszeitung.