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Eröffnung

Schwetzinger Weihnachtsmarkt als „Lichtblick in einer speziellen Zeit“

Oberbürgermeister Dr. René Pöltl bezeichnet die Eröffnung des Kurfürstlichen Weihnachtsmarktes als großes Wunder. Der Einlass ist in drei eingezäunte Bereiche unter 2G-plus-Regeln wird genau kontrolliert.

Von 
Andreas Lin
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Die schön erleuchteten Zelte auf dem nördlichen Schlossplatz sind am frühen Donnerstagabend trotz Corona-Auflagen von zahlreichen Besuchern frequentiert. © Lenhardt

Schwetzingen. Es klang wie eine Botschaft aus einem neuen Fantasyroman: „Hiermit ist der Weihnachtsmarkt eröffnet“, sagte Oberbürgermeister Dr. René Pöltl aus dem geöffneten Fenster des Palais Hirsch und bekam Beifall vom Publikum, das dafür extra den heißen Glühwein abstellte. Zwei Jahre ist es her, dass die Menschen dieses Gefühl erlebten und das sie jetzt – unter ganz besonderen Richtlinien – wieder erleben dürfen. „Es ist ein großes Wunder, dass es diesen Weihnachtsmarkt gibt“, betonte der OB und ist mit dieser Entscheidung auch glücklich: „Es muss in dieser ganz speziellen Zeit auch Lichtblicke geben – und das ist unser Weihnachtsmarkt.“

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Ganz klar – der Andrang am Eröffnungsabend war nicht einmal ansatzweise mit dem früherer Jahre vergleichbar. Daran sind sicher auch die Regeln schuld. Denn es gilt 2G-plus – also muss jeder Geimpfte und Genesene, der in die eingezäunten Bereiche auf dem südlichen und nördlichen Schlossplatz sowie im Ehrenhof des Schlosses möchte, einen aktuellen Antigentest vorweisen und zudem noch die Maskenpflicht beachten. Es wird am Einlass genau kontrolliert.

„Es gibt kaum einen anderen Ort, der sicherer ist“, meinte Dr. Pöltl in seiner Ansprache und dankte denjenigen, die das möglich gemacht haben: „Alle haben an einem Strang gezogen. Es ist ein Dreamteam.“ Dazu zählte er seine Mitarbeiter der Stadt genauso wie die Mannschaft der Wollfabrik, die kurzfristig extra ein Testzelt neben dem Hotel Adler-Post eingerichtet hat, wo Besucher ohne Termin an die Reihe kommen. „Das hat super funktioniert und gar nicht lange gedauert“, freute sich Stadträtin Sabine Rebmann.

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OB Pöltl eröffnet den Schwetzinger Weihnachtsmarkt

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Ein besonderer Dank des OB galt auch den etwa 100 Ausstellern an den vier Wochenenden: „Dass sie uns die Treue halten, ist unglaublich. Hoffentlich haben sie gute Umsätze.“ Einer von diesen Weihnachtsmarkt-Urgesteinen ist Peter „Pitsches“ Solert, der sich freute, dass wieder etwas stattfindet. Beim Blick auf den Platz schaute er aber etwas skeptisch – auch was die Hoffnung auf die geplanten vier Wochenenden betrifft: „Da bin ich mir noch nicht sicher.“ Seine Fans haben den Stand aber schon belagert: „Nach zwei Jahren endlich wieder ein Eisbock beim Pitsches auf dem Weihnachtsmarkt – ein Traum“, meinte etwa Jochen Wiegand. Und am Nachbartisch strahlte Oliver Völker: „Ich freu’ mich schon den ganzen Tag wie ein kleines Kind“, erzählte er und berichtete, dass er sich extra morgens einen Testtermin in der Wollfabrik reserviert hatte. Dementsprechend vorbereitet war auch Anne Scheiber gleich auf den Schlossplatz gekommen, um mit Freunden ein Heißgetränk und den besonderen Weihnachtsmarkt-Duft zu genießen. „Einfach toll, dass es das wieder gibt.“ Etwas traurig stimmte sie der Blick auf den halbleeren Platz. Noch trostloser sah es im Ehrenhof des Schlosses aus, wo die Aussteller des Kunsthandwerkermarkts kaum Zulauf hatten. Nicht nur Christiane Drechsler von der städtischen Touristinfo hofft, dass es am Wochenende besser wird: „Die haben sich so viel Mühe gegeben.“

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Segen dringender als sonst

Am Beistand fehlt es jedenfalls nicht: „Wir bitten dringender als sonst um den Segen Gottes“, flehte der evangelische Pfarrer Steffen Groß im Verbund mit seinem katholischen Pendant Uwe Lüttinger. Beide brachten ihre gemischten Gefühle zum Ausdruck ob der Tatsache, einen Weihnachtsmarkt zu eröffnen, während anderswo Menschen sterben. „Aber wir spüren, dass wir menschliche Begegnungen brauchen“, sagte Lüttinger und bat darum, miteinander achtsam und behutsam umzugehen.

Den Segen und die Hoffnung nahm Oberbürgermeister Pöltl mit in sein Schlusswort: „Wir drücken alle Daumen, dass wir den Weihnachtsmarkt alle vier Wochen durchführen können.“ Der Weihnachtsmarkt ist an diesem Freitag von 17 bis 21.30 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 12 bis 21.30 Uhr geöffnet.

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Autor Stv. Redaktionsleiter + Lokalsportchef Schwetzinger Zeitung

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