AdUnit Billboard
Die Polizei meldet

Schwetzingerin überweist an angebliche Europol-Beamte 80.000 Euro

Von 
pol/vas
Lesedauer: 
Eine 62-Jährige aus Schwetzingen ist auf eine Telefonbetrugsmasche hereingefallen. Ein falscher Europol-Mitarbeiter erbeutete so etwa 80.000 Euro. © Karl-Josef Hildenbrand

Schwetzingen. Eine 62-Jährige aus Schwetzingen ist auf eine Telefonbetrugsmasche hereingefallen. Ein falscher Europol-Mitarbeiter erbeutete so etwa 80.000 Euro, wie die Polizei am Freitagmittag mitteilte. Die Schwetzingerin erhielt im Laufe des Donnerstagnachmittages mehrere Anrufe eines angeblichen Anthony Daniels, der Mitarbeiter bei Europol sei.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Unter Vorspiegelung falscher Tatsachen brachte er die Frau dazu, eine App auf ihren Computer herunterzuladen und mehrere hohe Geldbeträge zu überweisen, die sich schließlich auf 80.000 Euro summierten.

Als ihr am Donnerstagabend bei einem neuerlichen, langen Telefonat mit Anthony Daniels plötzlich Zweifel an dessen Identität kamen, holte sie sich Informationen über eine Suchmaschine im Internet ein und erkannte dabei die Betrugsmasche. Das Geld war allerdings bereits überwiesen. Ob es zurückgeholt werden kann, steht noch nicht fest, wie die Polizei berichtet.

Wichtige Hinweise zu Betrugsmaschen

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf drei wichtige Aspekte im Bezug auf Europol hin:

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2
  • Europol meldet sich nicht telefonisch
  • an Europol wird kein Geld überwiesen
  • Europolbeamte holen kein Geld vor der Haustür ab

Das Betrugsdezernat der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg hat die weiteren Ermittlungen übernommen. In diesem Zusammenhang weisen die Fahnder nochmals darauf hin:

  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen.
  • Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen.
  • Rufen Sie die jeweilige Person oder Institution unter der Ihnen bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.

Wenn ein Anrufer Geld, Wertsachen oder sensible Daten von Ihnen fordert:

  • Ziehen Sie unbedingt eine Vertrauensperson hinzu und besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahestehenden Personen.
  • Geben Sie keine persönlichen Daten, Zugangspasswörter, PINs oder sonstige Bankdaten preis.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, legen Sie auf und informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.

Mehr zum Thema

Link

Alle Meldungen im Newsticker Schwetzinger Zeitung

Mehr erfahren
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1