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Evangelische Kirchengemeinde - Was passiert eigentlich bei einem Dreh zum Online-Gottesdienst „for your soul“? / Unser Reporter schaut hinter die Kulissen

So funktionert der Videodreh für „for your soul“ in Schwetzingen

Von 
Marco Montalbano
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Noch eine kurze Besprechung, dann kann der Dreh losgehen. Pfarrer Steffen Groß (3. v. r.) und Studiogast Birgit Fischer (2. v. r.) gehen noch mal ihren Text durch. © Mon

Zuerst „nur“ ein „Kind der Pandemie“, wie Pfarrer Steffen Groß es beschrieb, ist der Online-Gottesdienst „for your soul“ inzwischen fester Bestandteil des Angebots der evangelischen Kirchengemeinde. Immer am letzten Samstag des Monats läuft die Sendung und wird in den eigenen Youtube-Kanal gestellt. Oder man kann sie auch später ansehen, ganz den modernen Lebensgewohnheiten entsprechend und besonders Corona konform. Unsere Zeitung war live dabei.

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Es ist Sonntag, halb zwei, und die Spannung steigt. Wer das Lutherhaus betritt, meint, er sei in einem professionellen Fernsehstudio. Drei Kameraleute hinter ihren großen, fahrbaren Kameras sind bereit, alles aufzuzeichnen, was geschieht. Vier große Scheinwerfer tauchen alles ins rechte Licht und auch das Musikertrio Dominik Steegmüller, Tobias Nessel und Mathias Buchta sind heute wieder mit dabei.

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Dazwischen Birgit Fischer, die Leiterin der Mannheimer Bahnhofsmission. Sie ist der heutige Studiogast. „Wir sind das erste Mal für die Aufzeichnung im Lutherhaus. Mehr Platz. Hoch effektiver Luftaustausch. Es ist fast, als säße man im Freien“, betont Pfarrer Steffen Groß. Die ersten Zuschauer sind auch schon da, nachdem sie die 3G-Kontrolle durchlaufen haben. Aber nur wenige folgen ihnen. Kein Wunder, wird in den Medien doch dazu aufgerufen, aufgrund der aktuell hohen Inzidenz Kontakte zu vermeiden.

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Eine kurze Besprechung. Eine nicht lokalisierbare Stimme macht eine Durchsage. Hinter einer Wand sitzen drei weitere Mitarbeiter der Firma Session Pro. Vor ihnen jede Menge Technik. Manche gönnen sich noch einen letzten Kaffee vom Rollwagen und die Tür des Lutherhauses wird abgeschlossen, um Störungen auszuschließen. Gleich viertel nach zwei, Drehbeginn. Die Stimme aus dem Off spricht einen Countdown. „Zwei, drei, eins. Action!“.

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Pfarrer ist auch Journalist

Steffen Groß lächelt in die Kamera, begrüßt herzlich alle „draußen an den Bildschirmen“, hinter ihm die Band. „Gott ist unterwegs zu euch. Alles was jetzt passiert, tun wir für euch da draußen – for your soul. Mit den Glocken fängt alles an“, sagt er und wirkt dabei, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Nur wenige wissen, dass der studierte Theologe auch Journalismus studiert, ein Volontariat gemacht und danach beim Rhein-Neckar-Fernsehen gearbeitet hat.

Glockengeläut ist zu hören. Danach spielt die Band Lieder, die zum „Unterwegssein“ passen, so auch das Thema der heutigen Sendung. Der Geistliche wippt mit dem Kopf zur Musik. Das Trio Buchta-Nessel-Steegmüller ist nicht zum ersten Mal zu Gast bei „for your soul“ – also quasi die Hausband, wie Groß betont. „But I still haven‘t found, what I‘m looking for“ singt Dominik Steegmüller besonders gefühlvoll. Die Suche nach dem Sinn.

Danach kommt der Talk. Steffen Groß begrüßt Birgit Fischer. Sie erzählt von ihrer Arbeit, den Begegnungen, von Lustigem, tief Traurigem und zwei Weihnachtswundern. Der Dialog wirkt ungezwungen, zwischen ihnen ein durch eine schwarze Husse, ein Kruzifix, die Bibel und brennende Kerzen zum Altar umfunktionierter Tisch. Immer wieder Musik, die sich mit ein paar weiteren, spannenden und bewegenden Talk-Parts abwechselt. Am Ende lesen der Geistliche und sein Gast gemeinsam einen Psalm, sprechen abwechselnd. Der Blick des Pfarrers huscht ab und zu zum anwesenden Publikum, das unübersehbar Emotionen zeigt. Direktes Feedback. Zum ersten Mal. Noch ein Segen nach der Bitte zur Unterstützung der Sendung durch Spenden und der Hinweis: „Die nächste Ausgabe von ‚for your soul‘ sehen Sie am Heiligen Abend, um 18 Uhr, dann mit meiner Kollegin. Schalten Sie wieder ein.“ Fertig. Doch halt. Aus dem Off ruft es wieder. Steffen Groß eilt hinter die Wand zu den Technikern. Ein Teil muss noch mal gedreht werden. Diesmal klappt es reibungslos. „Très chic“ kommentiert der Geistliche gewohnt nonchalant.

Im Publikum saß auch Elke Maaß aus Schwetzingen: „Es war schön und total aufregend. Das Online-Format erreicht sicher viele. Auch Jesus kam zu den Menschen.“ Und Peter Kaune fand: „Toll, dass man dabei sein kann. Ein Zukunftsmodell. “

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Freier Autor Freier Journalist. Davor Pressereferent. Studium der Politikwissenschaft.

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