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Wahlkreis 278 Schwetzingen-Bruchsal - So haben die Bürger im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung gewählt / Nur einer fährt nach Berlin

So sehen die Wahlergebnisse im Verbreitungsgebiet aus

Von 
Catharina Zelt und Jürgen Gruler und Marco Brückl und Ralf Strauch
Lesedauer: 
Im CDU-Wahlkampfbüro in Bruchsal beobachten am Sonntagabend Olav Gutting und einige Helfer die ersten Prognosen und Hochrechnungen. © CDU

Region. In den Gemeinden unseres Verbreitungsgebietes war es lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen ums Direktmandat zwischen Olav Gutting (CDU) und Neza Yildirim (SPD). Aber im südlichen Teil des Spargelwahlkreises zwischen Bruchsal und Kronau und zwischen Philippsburg und Waghäusel gingen die Gemeinden meist deutlich an den CDU-Abgeordneten und Rechtsanwalt, der damit für weitere vier Jahre die Region in Berlin vertritt. Am Ende stand der Titelverteidiger bei 29,6 Prozent und die Herausforderin bei 21,86 Prozent. Nicole Heger (Grüne) holte mit 14,75 Punkten Platz drei von der AfD zurück, deren Kandidatin Ruth Rickersfeld mit 11,55 Prozent sogar noch hinter Dr. Christoph Gohl (FDP) mit 11,74 Prozent blieb. Übrigens ziemlich sicher wird Gutting einziger Abgeordneter aus dem Wahlkreis sein, denn alle anderen Kandidaten waren entweder nicht auf der Landesliste vertreten oder sie hatten so einen schlechten Platz, dass sie nicht einrücken werden. Übrigens war es so, dass die Zweitstimme öfter an die SPD ging als die Erststimme, was doch auf eine Schwäche der Direktkandidatin Neza Yildirim im Süden hinweist.

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In der Stadt Schwetzingen hatte Neza Yildirim nach fünf Wahlbezirken die Nase vor Gutting, dann wechselte die Führung und am Ende schaffte Gutting 27,02 Prozent – vor vier Jahren waren es noch 37,76 Punkte. Auf Platz zwei landete Neza Yildirim mit 24,58 Prozent. Stark das Schwetzinger Ergebnis von Nicole Heger, die hier auch oft Präsenz zeigte, mit 17,9 Prozent. Freidemokrat Dr. Christopher Gohl schaffte Platz vier mit 11,47 Prozent, Ruth Rickersfeld von der AfD blieb mit 8,98 Prozent deutlich hinter Vorgänger Amann, der 12,17 Prozent erzielt hatte. Schwach bleibt Linken-Kandidatin Schmitt mit nur 2,76 Prozent. Bei den Zweitstimmen in Schwetzingen hatte die SPD mit 23,73 Prozent die Nase vor der CDU mit 23,28 Prozent.

Einen Wechsel an der Spitze der Zweitstimmen gibt es in Brühl zu vermelden. Die SPD überholt mit 26,27 Prozent die CDU (24,88) – vor vier Jahren lag die CDU noch mit 13 Punkten in Führung. Bei den Erststimmen setzt sich Gutting (28,99) durch – wenngleich mit zehn Prozent Verlust. Neza Yildirim holt hier mit 26,66 Prozent ihr bestes Ergebnis. Bei Erst- und Zweitstimmen verbessert sich das Ergebnis der Grünen Heger (12,54) und ihrer Partei (12,52) deutlich – bei ihr um fünf Zähler. Klare Zugewinne im Vergleich zu 2017 auch beim FDP-Kandidaten (13,73) plus 7,49 Prozent bei den Erststimmen. Jeweils um rund drei Prozent geht es für Rickersfeld (11,13) und ihre AfD (11,3) nach unten. Die Linken (2,42) rutschen unter fünf Prozent.

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Im Laufe der Auszählung in Ketsch befand sich SPD-Frau Yildirim (25,0) lange dicht auf den Fersen von Olav Gutting (CDU), der letztlich mit 30,97 Prozent als deutlich Erster durchs Ziel ging. Nicole Heger (Grüne, 12,27 Prozent), Dr. Christopher Gohl (FDP, 11,65 Prozent) und Ruth Rickersfeld (AfD, 10,83 Prozent) sicherten sich zweistellige prozentuale Stimmenanteile. Bei den Zweitstimmen gewannen SPD (+ 6,5), Grüne (+ 2,59) und FDP (+ 3,12) gegenüber 2017 hinzu, CDU (-7,9) und AfD (- 4,17) verloren – insgesamt liegen CDU (2069 Stimmen) und SPD (1967 Stimmen) vorne, gefolgt von FDP (1134), Grüne (971) und AfD (819).

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Ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten sich Olav Gutting und Neza Yildirim in Oftersheim – die erste Gemeinde des Wahlkreises, die ein vorläufiges Endergebnis präsentieren konnte. Mit 26,97 Prozent schneidet Gutting (CDU) deutlich schlechter ab als im Jahr 2017 (37,07 Prozent), liegt aber dennoch knapp vor Yildirim. Sie sicherte sich 26,36 Prozent der Stimmen für die SPD und hatte damit nur 42 Stimmen weniger als Gutting. Heger brachte die Grünen in Oftersheim auf ein Rekordhoch von 16,35 Prozent, gefolgt von Dr. Gohl (FDP) mit 11,01 Prozent und AfD-Kandidatin Rickersfeld mit 9,68 Prozent. Linken-Kandidatin Schmitt heimste nur 2,82 Prozent ein. Die Wahlbeteiligung lag mit 78,28 Prozent unter 2017 (80,35 Prozent). Bei der Zweitstimme kam die SPD mehr als drei Prozent vor der CDU ins Ziel.

In Plankstadt liegt die CDU vorne: Mit 29,36 Prozent holte Gutting den Sieg, Yildirim sicherte sich 25,8 Prozent der Stimmen und Heger heimste für die Grünen 14,42 Prozent ein. Während Dr. Gohl bei den Erststimmen mit 11,93 Prozent hinter der Grünen-Kandidatin liegt, wendet sich beim Blick auf die Zweitstimmen das Blatt. An der Spitze ist hier – allerdings knapp mit einem Unterschied von 19 Stimmen – die CDU (25,87), dicht gefolgt von der SPD (25,55). Platz drei belegt die FDP mit 15,05 Prozent vor den Grünen (14,25). Die AfD kommt auf 9,31 Prozent der Stimmen, während die Linken mit 2,58 Prozent verlieren.

In Hockenheim hat SPD-Kandidatin Nezaket Yildirim den Rückstand auf Olav Gutting (CDU) stark verkürzt: von fast 17 Prozentpunkten im Jahr 2017 auf jetzt nur noch 5,6 Prozentpunkte. Bei den Zweitstimmen können die Sozialdemokraten sogar jubeln: Sie ziehen um 0,3 Prozentpunkte an der Union vorbei, nachdem sie vor vier Jahren gut 13 Prozentpunkte zurücklagen. Nicole Heger (Grüne) holt mit 13,47 Prozent ein besseres Ergebnis als Danyal Bayaz 2017 (8,77), während die in Hockenheim starken Grünen diesmal aber den dritten Platz mit 13,9 Prozent an die FDP verlieren (14,15 Prozent). Der parteilose Einzelkämpfer Jonas Fritsch verbucht mit 398 Stimmen in seiner Heimatstadt einen Achtungserfolg.

In Reilingen hat CDU-Kandidat Olav Gutting gegenüber der Wahl vor vier Jahren zwar um 8,3 Prozentpunkte eingebüßt, doch 31,22 Prozent der Erststimmen zeigen ihn klar als Sieger – das ist übrigens sein bestes Ergebnis im Verbreitungsgebiet unserer Zeitung. Denn das zweitbeste Resultat von Neza Yildirim (SPD) liegt nur bei 21,25 Prozent (2017: 20,63 Prozent). Nicole Heger (Grüne) glänzt mit 14,16 Prozent. Und der Reilinger Frank Theis, der für die Basis antrat, sicherte sich 103 Stimmen (2,27 Prozent). Mit 10,21 Prozent liegt Ruth Rickersfeld (AfD) in Reilingen nur an Rang fünf. FDP (14,2 Prozent) und Grüne (13,72 Prozent) liegen besser.

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Klare Sache auch für den CDU-Kandidaten in Altlußheim. Knapp vier Prozent Führung vor der SPD-Widersacherin Yildirim ließen Olav Gutting mit 28,05 Prozent durchs Ziel gehen, Yildirim holte 25,2 Prozent. Recht gut war hier Nicole Heger auf Platz drei mit 13,25 Prozent. Dr. Christopher Gohl kommt auf Anhieb auf 11,02 Prozent, AfD-Kandidatin Ruth Rickersfeld auf 10,96. Mit 4,55 Prozent schaffte der Freie Wähler Alexander Geyer hier sein bestes Ergebnis. Bei der Zweitstimme, der Parteistimme, hatte in Altlußheim die SPD die Nase vorn.

Gewonnen hat Olav Gutting (CDU) in Neulußheim. Dort setzt er sich mit 28,76 Prozent von Neza Yildirim (SPD) ab, die mit 23,06 Prozent 5,7 Punkte hinter ihm liegt. Gutting hat seit 2017 fast zehn Prozentpunkte verloren, während die SPD-Kandidatin 1,25 Zähler hinzugewonnen hat. Auch bei den Zweitstimmen führt die CDU, aber nur mit 23,42 Prozent vor der SPD (22,27). Ein gutes Ergebnis fährt Nicole Heger (Grüne) ein, die in Neulußheim das drittbeste Resultat (13,24) bei den Erststimmen holte. Christopher Gohl von der FDP (11,28) verbessert das Erststimmenergebnis seiner Partei im Vergleich zu 2017 um 4,3 Punkte. Die AfD verlor in beiden Bereichen.

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