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SPD-60plus - In Sachen Lärm ist Schwetzingen schon in den Top Ten / Bahn darf das nicht verschärfen

Spannende Entscheidung

Von 
zg
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Die Seniorinnen und Senioren der Schwetzinger SPD diskutierten über die aktuelle Politik. Als Referent hatten sie Herbert Brenner, den Vorsitzenden der Bürgerinitiative (BI) gegen Bahnlärm zu sich eingeladen. Horst Ueltzhöffer eröffnete die Sitzung bei Kaffee und selbst gemachtem Kuchen.

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Herbert Brenner hatte Pläne dabei, die über die Entwicklung der Güterbahnstrecke Mannheim-Karlsruhe Aufschluss geben sollten. „Es wird spannend in der Region“, begann der Vorsitzende der BI seine Ausführungen. Im Juni will die Bahn die möglichen Trassenvarianten für die zweigleisige Neu- oder Ausbaustrecke zwischen Mannheim und Karlsruhe vorstellen. „Unmittelbar betroffen sind Schwetzingen oder Plankstadt/Eppelheim“, sagt Brenner. Er betonte dabei die Notwendigkeit des Lückenschlusses für den Güterverkehr zwischen Rotterdam und Genua.

Herbert Brenner zeigt hier Pläne für mögliche Trassenführungen. © SPD

Die Bahn sei dazu verpflichtet, Kriterien zu nennen, die für das Projekt besonders wichtig seien, führte Brenner weiter aus. Er zeigte dann Pläne der DB-Netze, die für die Bahn die neue Trasse plant. Zwei Varianten würden zurzeit von der Bahn untersucht. Dabei könnte der zusätzliche Güterverkehr über Schwetzingen, aber auch an Plankstadt und Eppelheim vorbeigeführt werden. Sogenannte „Raumwiderstandsklassen“ würden hier den Ausschlag geben, führte Brenner weiter aus.

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Er erklärte, dass Schwetzingen, was die Lärmemissionen anbetrifft, in die Top Ten in ganz Deutschland fällt. „Autobahnen, Schnellbahnstrecke und Güterverkehr sorgen heute schon für viel Lärm, dazu noch doppelt so viele Güterzüge, das kann man den Menschen in der Stadt nicht zumuten“, so der Vorsitzende der Bürgerinitiative.

Mit zwei neuen Gütergleisen sollte kein zusätzlicher Lärm erzeugt werden, fordert er. Darum müsse beim Bau weiterer Gleise für übergesetzliche Lärmschutzmaßnahmen gesorgt werden. Tunnel oder Einhausungen hätten die Lärmsituation vorhandener und neuer Gütergleise gerade in der Nähe von Siedlungsbereichen deutlich entschärft, so Brenner. Deshalb fordert er für beide Varianten eine genaue Prüfung. „Die Fakten werden dann entscheiden“.

Betroffenheit durch Ukraine-Krieg

„Der Krieg in der Ukraine macht sehr betroffen“, schwenkte Horst Ueltzhöffer dann zu einem andren brisanten Thema um. In dem Zusammenhang gab es nur Kopfschütteln für die Äußerungen von Altkanzler Gerhard Schröder. Mitglied Dagmar Uelner fordert: „Wenn Gerhard Schröder an seinen gut bezahlten Mandaten bei Putin festhält, kann er nicht mehr Mitglied der SPD sein.“ Die Scholz-Rede zum 1. Mai wurde dagegen positiv aufgenommen. Altstadtrat Walter Manske spricht dem Bundeskanzler ein „klare Haltung und besonnenes Handeln“ zu: „Ich finde, Olaf Scholz hat einen echten Helmut Schmidt-Auftritt hingelegt“. Dagegen war sich die Arbeitsgemeinschaft darüber einig, dass der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz mit seiner „PR-Reise nach Kiew ein Eigentor geschossen hat“.

Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine hätte die ohnehin angespannte Lage auf den Energiemärkten drastisch verschärft, sagte Walter Manske. „Die stark steigenden Kosten sind für viele Bürger zu einer großen Belastung geworden“. Die SPD Mitglieder bedauerten in dem Zusammenhang sehr, dass nicht alle Rentner beim zweiten Entlastungspaket berücksichtigt worden seien. Die Energiepreispauschale von 300 Euro gilt bisher nur für erwerbstätige oder selbständige Rentner. zg

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