Stadtverwaltung

Stadtverwaltung Schwetzingen ehrt „tolle Kräfte für die Bildung und die Kultur“

Ulrike Schlager und Klaus Geuder geehrt

Von 
Stefan Kern
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Bürgermeister Matthias Steffan (l.) und OB Dr. René Pöltl (r.)zeichnen Ulrike Schlager und Klaus Geuder aus. © Lenhardt

Schwetzingen. Ein System funktioniert gut, wenn seine Teile funktionieren. So, und nur so, kann das Ganze am Ende mehr und größer sein, als seine Teile. Klar klingt das nun etwas technisch für die Ehrung von Mitarbeitern. Doch es trifft den Tenor der Worte des Oberbürgermeisters Dr. René Pöltl im Rahmen einer kleinen Feier zur Verabschiedung und Ehrung von Klaus Geuder, Hausmeister für die Volkshoch- und die Musikschule, sowie der Schulsekretärin am Hebel-Gymnasium, Ulrike Schlager, recht gut.

Er ließ während der kleinen Zeremonie im Ratssaal jedenfalls keinen Zweifel daran, dass das Engagement von Mitarbeitern für die erfolgreiche Verwaltungsarbeit fundamental sei. Und so sind ihm diese öffentlichen Ehrungen auch immer wichtig.

Geuder, der am 30. September in den Ruhestand ging, hatte seine Karriere 1977 mit einer Ausbildung zum Elektroinstallateur begonnen. Nach Grundwehrdienst, Paketfahrer bei UPS-Deutschland und dann, von 1996 bis 2006, Hausmeister bei Wal-Mart in Brühl, kam er in dieser Funktion 2006 nach Schwetzingen. Schnell entwickelte er sich hier zur zuverlässigen und unverzichtbaren Institution. „Sie haben immer gesehen, wo angepackt werden muss, und haben das dann auch getan.“ Die beiden Gebäude des kurfürstlichen Kulturzentrums stehen, davon war Pöltl überzeugt, auch wegen ihnen in ausgesprochen gutem Licht da. Eine Sicht, die auch Gundula Sprenger, Leiterin der VHS, und Philipp Wolfart, Leiter der Musikschule, teilten. Wenn Geuder da war, habe es aus hausmeisterlicher Sicht nie Probleme gegeben.

Ehrung für Klaus Geuder in Schwetzingen: Seit 25 Jahren dabei

Nicht in den Ruhestand, aber für 25 Jahre öffentlicher Dienst wurde anschließend Schlager geehrt. Nachdem sie von 1984 bis 1986 eine Ausbildung zur Industriekauffrau absolvierte, war sie von 1986 bis 1997 bei der US-Armee beschäftigt. 1997 wechselte sie dann als Sekretärin an den Lehrstuhl der Volkswirtschaftslehre der Universität Heidelberg und vor 20 Jahre führte sie ihr Weg dann ins Sekretariat des Hebel-Gymnasiums. „In das Herz der Schule“, so der Oberbürgermeister, wo über kurz oder lang alles aufschlägt, was Schule ausmache. Gerade hier habe sich in den vergangenen beiden Jahrzehnten viel geändert. Aber Schlager sei immer da gewesen und habe für eine Art Grundverlass gesorgt. „Sie sind ein Urgestein an zentraler Stelle.“

Und gerade in Zeiten von Corona, dabei nahm Pöltl auch Geuder wieder in den Blick, hätten sie beinah übermenschliches geleistet und volle Einsatzbereitschaft gezeigt. „Sie waren und sind tolle Kräfte für die Bildung und die Kultur.“

Freier Autor Stefan Kern ist ein freier Mitarbeiter der Schwetzinger Zeitung.

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