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Ausstellung - Stephanie Kolb wechselt eine ganze Reihe von Bildern in ihrer Ausstellung im Sanitärhandel Hermann Müller aus / Corona-Zeit hat ihr Schaffenskraft verliehen

Szenenwechsel beim regionalen „Farbenrausch“ von Stephanie Kolb

Von 
Sabine Zeuner
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Der Koala geht, der Flamingo kommt – Stephanie Kolb und Johannes Schwald vom Sanitärhandel Hermann Müller vollziehen den Szenenwechsel. © Zeuner

Schwetzingen/Oftersheim. Szenenwechsel. Nicht im Film, nicht im Theater, sondern in der Ausstellung „Farbenrausch“ mit Werken von Stephanie Kolb im Traditionssanitärhandel Hermann Müller im Odenwaldring 8. Seit November bilden die farbenfrohen Kunstwerke der Oftersheimerin einen gewollten, teils konkret harmonischen Kontrast zu den klarlinigen Badeinrichtungsideen.

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Wie bei so vielen Kunst- und Kulturangeboten machte die Corona-Pandemie der Vernissage im November 2020 einen dicken Strich durch die Rechnung (wir berichteten). Und dennoch, Stephanie Kolb spricht vom großen Erfolg der eigentlich bis zum Frühjahr dieses Jahres geplanten Erstausstellung, die ganz sicher nicht nur nebenbei von interessierten Badausstellungsbesuchern wahrgenommen wurde.

Ein guter Grund für eine Verlängerung. Dass neben der Beratung für eine Badumgestaltung in den letzten Monaten auch Fragen nach den farbkräftigen Bildern zum Alltag für die Berater von Bad.Kultur gehörten, bestätigt Geschäftsführer Johannes Schwald. Mitten im Industrial Look der Ausstellungsräume zieht der „Farbenrausch“ die Augen fast magisch an.

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Im gewagten Spiel von eher zurückhaltender Farbgebung der Fliesen und Wände der Badausstattungen, die von zarten Grau- über Beigetöne bis zum klassischen Weiß reichen, setzen tierische Portraits, Gebäude sowie Kreationen von echt unwirklichen Freundschaften zwischen Mensch und Tier Kontraste.

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Beflügelt vom Erfolg und gerade in der stark kontaktreduzierten Zeit, entwickelte sich bei der Künstlerin eine große Schaffenskraft, die sie selbst so beschreibt: „Die Visionen, die mich antreiben, dieses Gefühl in Herz und Kopf, das einfach in Farbe auf die Leinwand muss, war viel stärker, als ich es vorher kannte.“ Mit den vielen Bildern, die entstanden sind, setzt Stephanie Kolb Farbakzente in die Welt, die gerade in den vergangenen Monaten durch die Einschränkungen eher farblos schien. Platz in der Ausstellung gibt es, denn, so Kolb „es sind sehr viele Bilder verkauft worden.“

Das freut und manifestiert, dass die Künstlerin mit den Fröhlichkeit vermittelnden Werken, denen man Tiefe abgewinnen und bei näherem Hinschauen unzählige Motive zusätzlich zum Hauptmotiv entdecken kann, eine Liebhabergemeinschaft gefunden hat. Dabei hatte es einige Jahre gedauert – es gab sogar eine 15-jährige Auszeit von der Kreativität mit Pinsel, Rakel, Spachtel und Farbe – bis Stephanie Kolb ihren Stil gefunden hatte. Nach Exkursen in die Malerei, zu Accessoires und mehr, löste sich der Knoten im Jahr 2017 durch ein Tutorial im Internet, in dem Kunstcoach Flora Bowley seine Intuitive Kunst zeigte. Kolb setzte die Technik um und „malte sich glücklich“, wie sie betont.

Spontan entstehe der Hintergrund, in dem die Schaffende Strukturen entdeckt, die sie fürs Endprodukt in Szene setzen möchte. Schichtweise trägt sie Farbe auf, lässt den Hintergrund an vielen Stellen hervorschauen. Das fertige Bild fesselt in seiner Buntheit, mit dem magischen Effekt, dass der Betrachter ungebremst eintaucht in Formen und Farben. Das Jahr 2020 sollte das Jahr des Durchstartens werden, Corona bremste das Vorhaben aus und auch 2021 bietet noch nicht wieder die Möglichkeiten, die sich Kolb erhoffen würde.

Neue Gemälde brauchen Namen

Aber in den letzten Monaten sind Bilder entstanden, die für sich sprechen und jetzt in der neu ausgestatteten Ausstellung zu sehen sind. „Ich habe so viel gemalt wie noch nie vorher“, erzählt Kolb bei einer Vorabschau mit dieser Zeitung. Manchmal finde sie keinen Titel für ihre Bilder und habe deshalb die sozialen Medien entdeckt. Dort stellt sie ein Bild vor und erhält von ihrer Fangemeinde Vorschläge. Etwa „Foxtrott“ für das Bild in vielen Grün-Blau-Schattierungen und dem schmusenden Fuchs auf dem Arm einer jungen Frau. „Das wäre mir nie eingefallen“, gesteht Kolb und ist dankbar für die Impulse ihrer Fans. Ab sofort sind 25 Bilder in der Ausstellung neu, bis auf wenige alle aus dem Spätjahr 2020.

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