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Ukraine-Krieg

Tipps für Geflüchtete: Gesundheitsamt empfiehlt, Impfstatus zu prüfen

Von 
zg
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Kreis. Derzeit kommen viele geflüchtete Menschen aus der Ukraine nach Deutschland. Sie finden Unterkunft in Flüchtlingsunterkünften, privat angebotenem Wohnraum oder dank großer Hilfsbereitschaft auch direkt in Familien. Den geflüchteten Kindern möchte die Politik zudem einen raschen Zugang zu Kitas und Schulen ermöglichen. Wenn Menschen auf engem Raum zusammenleben, begünstigt das die Übertragung von Infektionskrankheiten. Deshalb empfiehlt das Gesundheitsamt des des Rhein-Neckar-Kreises den eigenen Impfstatus und den der Geflüchteten zu prüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren.

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Bei Ankunft in einer Erstaufnahmeeinrichtung wird den Geflüchteten in der Regel bei einer Gesundheitsuntersuchung ein Impfangebot gemacht. Werden Geflüchtete jedoch privat untergebracht, ist zu empfehlen, das Thema frühzeitig anzusprechen und eine Beratung zu veranlassen. Der Anspruch auf Schutzimpfungen besteht nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die Kosten hierfür werden von den Leistungsträgern übernommen.

In der Ukraine werden Impfungen nach dem Nationalen Impfplan des Gesundheitsministeriums angeboten. Zur Inanspruchnahme dieses Angebotes und zur Impfquote existieren jedoch keine verlässlichen Angaben. Auch die Impfung gegen Windpocken gehört dort nicht zum Standard. Die Impfquote bei Corona wird für die Ukraine mit unter 40 Prozent angegeben. Darüber hinaus erfolgte die Covid-19-Impfung meist mit nicht in der EU zugelassenen Impfstoffen wie Sinovac, Sinopharm oder Sputnik, sodass eine neue Impfserie notwendig wäre, um als geimpft zu gelten. „Besonders wichtig sind die Impfungen gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie, Keuchhusten, Mumps, Masern und Röteln. Kinder sollten zusätzlich gegen Windpocken, Erwachsene gegen Covid-19 geimpft werden“, so die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts Dr. Anne Kühn.

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Keine Angst vor Doppelimpfung

Sorgen bezüglich einer Überimpfung müsse sich niemand machen, so die Experten der Stiko. Eine Doppelimpfung überlaste die körperliche Abwehr nicht. Etliche Impfstoffe liegen als Kombinationsimpfstoffe vor und können zeitgleich verabreicht werden. Das erspart häufige Arztbesuche. Eine Ausnahme bildet dabei nur die gemeinsame Verabreichung des Mumps-Masern-Röteln-Impfstoffes, einem Lebendimpfstoff, und des Covid-19-Impfstoffes. Da sollte man einen Abstand von 14 Tagen einhalten. Die niedergelassenen Haus- und Kinderärzte können zum konkreten Vorgehen beraten.

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