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Kinderförderfonds - Ein Drucker kann im Lockdown mit geschlossenen Schulen schon manche Benachteiligung mildern / Zahl der Aufstocker hat zugenommen

Traumbaum-Aktion sichert Hilfsangebot

Von 
zg
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Die Schwetzinger Traumbaumaktion von Antonia und Tibor Wettstein – hier ein Bild aus den Vorjahren – hilft dem Kinderförderfonds südliche Kurpfalz. © Lenhardt

Rhein-Neckar. Kürzlich haben Vertreter des Caritasverbands für den Rhein-Neckar-Kreis und des Diakonischen Werks in der Region beim Schirmherrentreffen des Kinderförderfonds südliche Kurpfalz in einer Videokonferenz den Jahresbericht 2020 vorgestellt.

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Neben Geschäftsführer Bernhard Martin und Claudia Frei vom Caritasverband sowie Geschäftsführer Karl-Heinz Konnerth und Bezirksleiterin Ursula Igel vom Diakonischen Werk hatten sich auch die Schirmherren vor den Bildschirmen versammelt: Das sind Dekanin Annemarie Steinebrunner vom Evangelischen Dekanat, Uwe Lüttinger vom Katholischen Dekanat, der Schwetzinger Oberbürgermeister Dr. René Pöltl und seine Kollegen Marcus Zeitler aus Hockenheim, Hans D. Reinwald aus Leimen und Dirk Elkemann aus Wiesloch.

Corona-bedingt war das Treffen im letzten Jahr ausgefallen, sodass auch das zehnjährige Bestehen des Kinderförderfonds 2020 nicht angemessen begangen werden konnte. Ursula Igel blickte nun dennoch mal auf die Gründung zurück: Am 19. April 2010 hatten die Oberbürgermeister von Hockenheim, Leimen, Schwetzingen und Wiesloch, die Dekanin der evangelischen und der Dekan der katholischen Kirche die Vereinbarung „Kinderförderfonds südliche Kurpfalz“ unterschrieben. „Damit war der Grundstein gelegt, damit Kirchen und Kommunen gemeinsam zum Wohl junger Menschen in der Region zusammenarbeiten“, so Igel.

Der Fonds sollte speziell Kindern aus einkommensschwachen Familien zugutekommen, damit diese trotz begrenzter finanzieller Mittel an Sport- und Musikangeboten, Ferienfreizeiten und Klassenfahrten teilnehmen können.

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Diese Zielsetzung wurde auch im schwierigen Corona-Jahr 2020 erfüllt. „Wir konnten unsere Beratungsangebote mit viel Engagement und Flexibilität während des Lockdowns aufrechterhalten und so auch 2020 vielen Kindern in der Region das Leben durch finanzielle Zuwendungen aus dem Fonds etwas erleichtern“, sagte Igel bei der Vorstellung des Jahresberichts.

Möglichkeiten daheim verbessern

Gerade einkommensschwache Familien hatte der Lockdown vor große Probleme gestellt: Da zeitweise auch Copyshops und Büchereien geschlossen waren, hatten Familien, die keinen eigenen Drucker besaßen, plötzlich keine Möglichkeit mehr zum Ausdrucken von Schulaufgaben für den Heimunterricht. Hier konnte der Kinderförderfonds durch den Kauf von Druckern schnell und unbürokratisch Abhilfe schaffen. Für andere Kinder wurden Kleidung, Betten, Schulranzen oder Fahrräder angeschafft.

Wie in den vergangenen Jahren ist die Mehrzahl der Hilfeempfänger auf Leistungen des Jobcenters angewiesen. „Die Zahl der sogenannten Aufstocker hat im letzten Jahr deutlich zugenommen“, sagt dazu Claudia Frei vom Caritasverband. Das liege hauptsächlich daran, dass viele Menschen infolge der Pandemie in Kurzarbeit gegangen seien oder arbeitslos wurden. Zudem reichte angesichts deutlich gestiegener Strom- und Mietpreise in vielen Familien die Unterstützung aus dem Jobcenter nicht aus, um unvorhergesehene Anschaffungen zu tätigen.

Dank an des Ehepaar Wettstein

Trotz der Corona-Krise sei die Spendenbereitschaft für den Fonds groß gewesen. Das lag insbesondere an der sehr erfolgreichen Kindertraumbaum-Aktion in Schwetzingen, deren Spendenüberschuss automatisch in den Kinderförderfonds fließe.

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„Vor dem Hintergrund, dass viele Benefiz- und Spendenaktionen aufgrund der Pandemie ausgefallen sind, war die Zuwendung durch die Initiatoren wirklich ein Segen“, betonte Igel und ergänzte: „Unser aufrichtiger Dank gilt den einzelnen Spendern und insbesondere dem Ehepaar Tibor und Antonia Wettstein, ohne die wir in diesem schwierigen Jahr bestimmt eine große Lücke im Spendenaufkommen verzeichnen hätten müssen.“ Karl-Heinz Konnerth, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, dankte besonders den Kirchengemeinden, die mit regelmäßigen Kollekten einen guten Grundstock bilden.

Dank der Spenden ist der Kinderförderfonds in diesem Jahr gut gerüstet für die durch die Auswirkungen der Corona-Krise zu erwartende Zunahme an Notlagen. „Wir wünschen uns auch für die kommenden Jahre viele Unterstützer, damit wir mit dem Kinderförderfonds weiterhin der Benachteiligung von einkommensschwachen Familien entgegenwirken können“, sagt Bernhard Martin, Geschäftsführer des Caritasverbands. Da die Personalkosten gemeinsam von Caritas und Diakonie getragen werden und die Verwaltung sehr schlank arbeitet, fallen da kaum Kosten an.

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