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Schimper-Gemeinschaftsschule

„Typisch Wald? Viele Bäume“ – aber nicht nur!

Die Klasse 5c der Schimper-Gemeinschaftsschule nimmt als erste von drei Klassen an Naturprojekt teil. Kinder sammeln Blätter, suchen Tierspuren und wachsen als Team zusammen.

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zg
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Die Klasse sitzt im Lager mit dem Waldpädagogen Frank Hoffmann (vorn). © König

Schwetzingen. „Typisch Wald? Viele Bäume!“ So lautete die spontane Reaktion von Mika aus der 5c. Aber Wald kann mehr: Davon ist der Pädagoge Frank Hoffmann überzeugt, der im Auftrag der „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ das Projekt „Wald Macht Mut“ mit der Klasse 5c der Karl-Friedrich-Schimper-Gemeinschaftsschule durchführt: Die Schülerinnen und Schüler sollen erfahren, was die Natur ihnen bietet als Ort der Erholung, der Selbsterfahrung und der Wertschätzung. Da man für diese Erfahrung nicht zwingend in den abgelegenen Urwald reisen muss, traf man sich am Wildgehege in Oftersheim und bog dann (wie mit dem Forstamt abgestimmt) links ab ins grüne Dickicht – das fühlte sich sehr weit weg vom Weg und dem Zuhause an, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

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Am ersten der drei spannenden Projekttage mit dem Titel „Mut zur Wildnis“ durften sich die Schülerinnen und Schüler ganz schön weit vom selbst errichteten Versammlungsort inklusive Waldsofa wegbewegen, um Blätter für einen Kräutertee zu sammeln und Tierspuren zu suchen. Für manche war das ziemlich aufregend und so waren alle zum vereinbarten Zeitpunkt wieder zurück im Lager. Nicht alle Tierspuren sind auf den ersten Blick erkennbar, aber wer sich Zeit nimmt, genau hinzuschauen, entdeckt Abdrücke im Boden, Spinnennetze, Gallen, Fressspuren und vieles mehr.

Die mitgebrachten Fundstücke wurden bei einem Schlückchen Waldtee begutachtet. Den Abschluss des Tages bildete das – ebenfalls vom Forstamt erlaubte – Fällen eines Baumes. Jeder musste mal an die Säge oder Axt und gemeinsam gelang es, die Hainbuche zu Fall zu bringen! Das war wirklich beeindruckend.

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zg
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Am zweiten Tag mit dem Motto „Mut zur Begegnung“ lag der Fokus ganz auf dem Zusammenspiel im Team – für eine Klasse, die sich erst seit diesem Schuljahr kennt und sich davon die Hälfte nicht gesehen hat, keine leichte Aufgabe. Dennoch gelang es beim Lobhagel, jedem etwas Nettes mitzuteilen und sich beim Spiel „Die Welt retten“, bei dem alle gleichmäßig an Schnüren ziehen müssen, damit eine Kugel nicht herunterfällt, auf gemeinsame Regeln zu verständigen.

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Das Vertrauen aufeinander gelang nicht immer gleich gut, aber als es darauf ankam, bei der Herstellung von Badesalz aus Tannennadeln als Gruppe zusammenzuarbeiten, war es mucksmäuschenstill im Wald. Jedes Gruppenmitglied wusste genau, was es zu tun hatte und so duftete es ganz bald herrlich nach den ätherischen Ölen der Nadeln auf unserer Lichtung.

Ganz allein ohne Sichtkontakt

Der letzte Tag stand unter dem Motto „Mut zum Ich“. Nach den zwei intensiven Tagen zuvor trauten sich alle, sich ganz allein ohne Sichtkontakt zu anderen 15 Minuten lang in den Wald zu setzen. Einfach so. Ohne Aufgabe. „Wann hat man das selbst zuletzt getan?“, fragte sich Renate Mayer, Vertreterin des Rotary Clubs Schwetzingen-Kurpfalz, der den fünften Klassen der KFS dieses Erlebnis überhaupt erst ermöglichte. Es gefiel ihr sichtlich, dass die spendierten Tage als Zeit zum Kennenlernen genutzt wurden, denn in diesem Schuljahr war dafür wenig Zeit.

Zum Abschluss und als Erinnerung an diese drei herrlichen Projekttage wurden aus dem Stamm des gefällten Baumes Talismane geschnitzt. Ein gelungener Abschluss dieses verrückten Schuljahres, der die Klasse sicherlich mit einem Lächeln in die Ferien gehen und mit einem guten Gefühl ins neue Schuljahr starten lässt. zg

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