Hirschacker - Die Wohnhäuser am Marktplatz werden jetzt von der Stadt auf Vordermann gebracht

Vielleicht sogar Photovoltaik?

Von 
Stefan Kern
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Im Hirschacker werden die städtischen Wohnhäuser saniert. © Lenhardt

Die rund 200 000 Euro schwere Sanierung der städtischen Wohnhäuser am Marktplatz 20 bis 22 im Stadtteil Hirschacker mit ihren 16 Wohneinheiten und 22 Bewohnern war unter den Mitgliedern des Technischen Ausschusses unstrittig. Bereits 2018 wurde die elektrische Hauptleitung der Häuser erneuert.

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Nun, so Oberbürgermeister Dr. René Pöltl, soll der Dachboden der Häuser nach den Vorschriften der Energieeinsparungsverordnung gedämmt werden. Darüber hinaus sollen bei Haus 22 die Dachdeckung erneuert, eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage im Treppenhaus installiert, ein neuer Fassadenanstrich und sämtliche elektrischen Anschlüsse an der neuen Anlage hergestellt werden. Vorgesehen sind dort auch Blitzschutzarbeiten.

Dr. Susanne Hierschbiel (Grüne) erkundigte sich, ob auf dem Dach auch an die Installation einer Photovoltaikanlage gedacht worden sei. Bis dato nicht, so der Oberbürgermeister. Doch man werde das Thema mitnehmen und bei der Planung und Ausschreibung berücksichtigen. Für Hierschbiel wäre es ein nicht zu unterschätzendes Signal an die Öffentlichkeit, wenn die Stadt mit gutem Beispiel vorangehe. Am Ende goutierte der Technische Ausschuss die Beauftragung der Planung und Ausschreibung einstimmig. Wenn alles gut läuft, könnten die Arbeiten im Oktober beginnen.

Bei einer Enthaltung votierte der Technische Ausschuss auch für die Sanierung des Außengeländes Friedrich-Ebert-Straße 56 bis 60. Hierbei soll vor allem die Erreichbarkeit der Häuser durch Rettungskräfte verbessert werden. Aktuell, so Pöltl, könnten die Häuser 58 und 60 bei einem Brand nicht mit dem Drehleiterfahrzeug der Feuerwehr angefahren werden. Um hier für Abhilfe zu sorgen, soll auf dem brachliegenden Außengelände eine zehn Meter breite Feuerwehraufstellfläche geschaffen werden.

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Die Randzone soll mit Hecken aufgewertet und beim zukünftigen Sandkasten sollen Bäume gepflanzt werden. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 100 000 Euro. Kosten, die in den Augen Pöltls mehr als gerechtfertigt seien. Es gehe zwar etwas Grünfläche verloren, aber „Menschenleben gehen vor.“ Und es kam in diesem Bereich bereits zweimal zu Feuerwehreinsätzen. Einmal als eine Gasleitung beschädigt war und ein anderes Mal brannten zwei 1100 Liter fassende Grüne Tonnen. Das Minus bei der Grünfläche sorgte für die Enthaltung aus den Reihen der Grünen.

Freier Autor Stefan Kern ist ein freier Mitarbeiter der Schwetzinger Zeitung.