Carl-Theodor-Schule - Gymnasiasten nehmen am digitalen deutsch-französischen Tag teil „Vive la Freundschaft“ – trotz Schulschließung

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zg
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„Die Umfragen und Interviews mit Leuten, die schonmal ein Auslandsjahr in Frankreich gemacht haben, fand ich besonders interessant“, erklärte eine Schülerin der WG 9/3 am Ende des deutsch-französischen Tags, an dem sie zusammen mit ihren Mitschülern der Carl-Theodor-Schule teilgenommen hatte.

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Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Vive la Freundschaft“: Deutschland und Frankreich: gemeinsam Grenzen überwinden“ und brachte – zum ersten Mal digital – etwa 5000 Jugendliche aus beiden Ländern zusammen. Das abwechslungsreiche Programm bot mehrere Rap-Einlagen in deutscher und französischer Sprache, viele Interaktionsmöglichkeiten in Form von Chats, Quiz, Live-Umfragen und Bild- und Videobeiträge von Partnerschulen aus Deutschland und Frankreich.

Auslandserfahrungen geteilt.

Der erste Themenblock befasste sich mit Auslandserfahrungen im jeweils anderen Land und gab einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, diese zu gestalten. Illustriert wurde dies durch einen Erfahrungsbericht der Arte-Moderatorin Carolyn Höfchen, die von einem einschneidenden Erlebnis auf dem Weg zu ihrem ersten Auslandsaufenthalt in Antibes berichtete: Im Flugzeug konnte sie sich nicht mit ihrer französischeren Sitznachbarin unterhalten, weil Alltagssprache in der Schule damals fehlte.

Dies habe sie angespornt, ihre Sprachkenntnisse weiter auszubauen und letztlich auch zu ihrer heutigen Position verholfen. Im zweiten Themenblock, in dem unter anderem Staatssekretär des KM Volker Schebesta interviewt wurde, ging es um Demokratiebildung und die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft Motor für Europa. Diese zeige den Willen, Europa zu einen, und kenne weder Nationalität noch Alter. Je früher man sich für die europäische Idee engagiere desto besser, so Schebesta.

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Damit vertrat er eine ähnliche Auffassung wie Jürgen Schick, der die WG 9/3 in Wirtschaft unterrichtet und ihre Teilnahme am deutsch-französischen Tag in die Wege geleitet hatte: „Als BWL und Fremdsprachenlehrer, wie auch privat, hat für mich Interkulturelles eine hohe Bedeutung. Die Schüler sollten durch die Veranstaltung Appetit auf eine Auslandserfahrung bekommen und außerdem den wichtigen europäischen Handelspartner Frankreich kennenlernen.“

Nur positive Rückmeldungen

Unterstützt wurde seine Initiative auch vom Französischlehrer der Klasse, Clemens Meyer, und seinen Kolleginnen, die in einer Pressemitteilung betonten: „Gerade da aufgrund der Pandemie die üblichen Aktivitäten der Fachschaft, etwa der Schüleraustausch, Exkursionen ins Elsass oder der Besuch des Jugendfilmfestivals Cinéfête nicht möglich sind, ist es von zentraler Bedeutung, die Schülerinnen und Schüler auf andere Art mit Sprache und Kultur in Kontakt zu bringen.“

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Insgesamt war es eine sehr gelungene außerunterrichtliche Aktivität. Die Teilnahme habe Spaß gemacht, betonten die Schüler. Die von den Lehrern eingeforderten Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus. zg