Bündnis gegen Depression Rhein-Neckar: Heute öffentliche Auftaktveranstaltung in Wiesloch Vor Depressionen ist niemand gefeit

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Depressionen gehören zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere am meisten unterschätzten Erkrankungen. Jeder fünfte Bundesbürger erkrankt ein Mal im Leben an einer Depression.

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Insgesamt leiden in Deutschland derzeit rund vier Millionen Menschen an einer behandlungsbedürftigen Depression.

Von der großen Zahl depressiv Erkrankter erhält allerdings nur eine Minderheit eine optimale Behandlung.

Oft nicht ausreichend behandelt

Obwohl Depression weltweit eine der häufigsten psychischen Erkrankungen darstellt, wird sie noch immer viel zu oft schamhaft verschwiegen, in der Öffentlichkeit wenig wahrgenommen und häufig - selbst von Ärzten - missverstanden oder schlicht übersehen. Trotz guter Behandlungsmöglichkeiten werden Depressionen also sehr oft nicht ausreichend behandelt, führen deshalb zu Fehlzeiten im Beruf und stellen einen wesentlichen Risikofaktor für Suizide dar, ganz abgesehen von der erheblichen Minderung der Lebensqualität.

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Dabei gilt ganz klar: Eine Depression ist nicht Ausdruck eines persönlichen Versagens, sondern wie Diabetes oder Bluthochdruck eine Erkrankung, die heute jeden treffen kann, unabhängig von Beruf, Alter und sozialem Stand. Und die, wie jede andere Krankheit auch, bestmöglich behandelt werden sollte. Bereits über 30 Regionen und Städte engagieren sich deutschlandweit auf lokaler Ebene für die Aufklärung über Depressionen und eine Verbesserung der Versorgungsstruktur.

Mit dem "Bündnis gegen Depression Rhein-Neckar Süd" hat sich jüngst ein regionaler Arbeitskreis gegründet. In ihm haben sich Personen und Institutionen zusammengeschlossen, die das Ziel vereint, Menschen mit Depressionen besser zu helfen und das Bild der Erkrankung der Bevölkerung realitätsnah und differenziert nahezubringen.

Oberbürgermeister Schirmherrn

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Beteiligte sind das Berufliche Trainingszentrum Rhein-Neckar gGmbH, der Caritasverband für den Rhein-Neckar-Kreis, HEIPER - Heidelberger Initiative Psychiatrie Erfahrener, das Heidelberger Selbsthilfebüro, das Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis, die Psychosomatische Klinik Schwetzingen, das Psychiatrische Zentrum Nordbaden und der Sozialpsychiatrische Hilfsverein Rhein-Neckar.

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Das Bündnis steht unter der Schirmherrschaft der Oberbürgermeister von Wiesloch und Schwetzingen, Franz Schaidhammer und Dr. René Pöltl.