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Vor Ort einkaufen

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Solidarität mit den Geschäften vor Ort fordert dieser Leser in seinem Brief:

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Ja, ich weiß, in den letzten drei Jahren wurde schon oft genug Solidarität von uns gefordert. Beim Maske tragen, beim Impfen und bei der Unterstützung der Gastronomie. Aber diesmal kommt es wirklich auf uns an. Wollen wir in zwei Jahren noch eine funktionierende und vielseitige Geschäftswelt in der Innenstadt haben oder nicht?

Wer das will, sollte sich von der bequemen Couch erheben, sein Handy, Tablet oder Laptop ausschalten, in die Stadt gehen und dort kaufen. Gerne schon heute oder am verkaufsoffenen Sonntag. Weil eben dort die Arbeitsplätze sind, die es zu erhalten gilt, weil ohne Boutiquen, Schuhläden und Spezialitätengeschäfte bald auch die Gaststätten nicht mehr funktionieren und wir so trostlose Innenstädte bekommen, wie wir das heute schon in den USA erleben, wo man mit dem Auto ans nächste Autobahnkreuz fahren muss, um Essen gehen zu können.

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Veröffentlicht
Von
Andreas Lin
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Dabei sind es doch die netten Treffen beim Einkaufsbummel, beim Espresso danach oder beim Aperol Spritz, die das Leben ausmachen, die uns vor Einsamkeit bewahren und uns zum Nachdenken anregen. Also raus aus dem Kokon und das Leben leben, Freude haben, Stoffe fühlen, Schuhe anprobieren, mit den Verkäuferinnen quatschen, sich beim Metzger ein neues Rezept verraten lassen, wie die Rinderrouladen besonders saftig und lecker werden.

Der Mensch ist nicht dafür gemacht, sich im Internet zu verlieren, sich in der eigenen Gedankenwelt zu verspinnen und immer nur mir den Informationen zu versorgen, die dem eigenen Denken entsprechen. Er ist in der Lage, zu diskutieren, gesellig zu sein und sich selbst zu hinterfragen.

Bernd Barzig, Schwetzingen

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