DLRG - Um für den Ernstfall zu üben, haben sich 380 Einsatzkräfte aus Baden-Württemberg in Kehl getroffen Wenn das Wasser bis zum Hals steigt

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zg
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Auf einer Trage geborgen: Lisa Eilbrecht spielt eine verletzte Person und wird von den Rettern auf das Übersetzten an Land mit dem Rettungsboot vorbereitet. © DLRG

Schwetzingen/Kehl. Den Ernstfall haben mehr als 380 Einsatzkräfte der DLRG aus ganz Baden-Württemberg – unter anderem auch Schwetzingen-Oftersheim-Plankstadt – in Kehl geübt, heißt es in einer Pressemitteilung.

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Das angenommene Szenario: Nach tagelangem Starkregen herrscht im Großraum Kehl der Ausnahmezustand. Menschen, die vom Wasser überrascht und eingeschlossen wurden, müssen gerettet und die Infrastruktur geschützt werden.

Wandergruppe in Not

Unter dieser Annahme übten an drei Tagen die Wasserretter der zehn teilnehmenden Wasserrettungszüge aus Baden und Württemberg die Evakuierung eines Passagierschiffes, welches auf Grund gelaufen war, das Retten einer Personengruppe von einer Insel, die Evakuierung eines vom Wasser eingeschlossenen Wohnblocks, die Suche und Rettung einer bei starker Strömung vom Hochwasser überraschten Wandergruppe, das Sichern eine Trafostation mit einem Deich aus Sandsäcken und bargen mit Tauchern zwei Fahrzeuge aus den Fluten. Neben dem typischen „DLRG-Handwerk“, wie beispielsweise das Beherrschen von Booten oder Taucherausrüstung, sollten hier vor allem die speziellen Fähigkeiten, welche im Katastrophenfall wichtig sind, trainiert werden. Beispiele hierfür sind die Kommunikation mit anderen Einheiten oder die Priorisierung von Rettungsmaßnahmen. Auch die Zusammenarbeit der DLRG Landesverbände Baden und Württemberg war erklärtes Übungsziel.

Mit dabei waren elf Frauen und Männer der DLRG Schwetzingen-Oftersheim-Plankstadt, die als Teil des Teams der Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung, die Übungen zu einer realistischen „Katastrophe“ machten. „Insgesamt war es für die DLRG in Baden-Württemberg eine durchweg gelungene Katastrophenschutzübung“, so Dirk Rentz, Übungsbeobachter und Leiter der Realistischen Unfall- und Notfalldarstellung in Schwetzingen, auch wenn er erläutert, das alle etwas unter Schlafmangel litten und es oft geregnet hat. Das Gemeinschaftserlebnis dieser riesigen „Blaulich-Party“ entschädigt seiner Meinung nach für vieles. zg