Klimaschutz - Landesweite Aktion geht in die Verlängerung / Stadt verteilt Gewächse Wer möchte einen Obstbaum gratis haben?

Von 
zg
Lesedauer: 
Die Stadtgärterinnen Mikaela Zeuner (l.) und Heike Otto übergeben die Obstbäume an die Vorsitzende des Kleingärtnervereins, Jutta Sturm, und Kleingartenpächter Gerd Fleissig. © Baisch/Stadt

Die Stadt Schwetzingen beteiligt sich an der landesweiten Klimaschutzaktion „1000 Bäume in 1000 Kommunen“. Einen Baum zu pflanzen bedeutet aktiv etwas für den Klimaschutz zu tun. Denn Bäume binden Kohlendioxid (CO²) und produzieren im Gegenzug wertvollen Sauerstoff.

Hintergrund

Der Gemeindetag Baden-Württemberg hat für 2019/2020 das Ziel ausgegeben, „1000 Bäume in 1000 Kommunen“ anzupflanzen. Dieser landesweiten Klimaschutzaktion hatte sich der Rhein-Neckar-Kreis mit seinen 54 Mitgliedskommunen – darunter Schwetzingen – angeschlossen.

AdUnit urban-intext1

Ziel der Klimaschutzaktion ist, in den kommenden Monaten stadtweit rund 1000 neue Bäume anzupflanzen, heißt es in einer Pressemitteilung. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, ist die Stadt auf die Mithilfe der Schwetzinger angewiesen, da die städtische Fläche nur für die Neuanpflanzung von zirka 200 Bäumen ausreicht. Dafür gibt die Stadt seit Ende des vergangenen Jahres kostenlos Obstgehölze an Privatleute zur Pflanzung im heimischen Garten ab.

„Die Aktion kam gut an“, freut sich der Leiter der Stadtgärtnerei Bernd Kolb. „Bereits 350 Bäume haben meine Mitarbeiter bislang an Schwetzinger Bürger ausgegeben. Damit noch möglichst viele der restlichen 450 Bäume gepflanzt werden, läuft unsere Aktion noch bis in den März.“ Hier hofft Kolb nun auch auf die Unterstützung durch die städtischen Vereine. Vereine, die auf ihren Freiflächen und Außengeländen Platz für die Pflanzung der Bäume haben, sollen sich dafür bei der Stadtgärtnerei melden. Diese Chance hat die Vorsitzende des Kleingärtnervereins Schwetzingen, Jutta Sturm, genutzt. Sie bestellte 25 Obstbäume für den Verein. Zehn Bäume sind für Kleingärtner und deren Parzelle reserviert. Einen davon erhält Gartenpächter Gerd Fleissig. Er freut sich über einen jungen Zwetschgenbaum. Die übrigen 15 Bäume wird der Verein auf den Gemeinschaftsflächen pflanzen. Davon haben dann später alle Vereinsmitglieder etwas, ist Sturm überzeugt.

Beste Pflanzzeit

Zur Auswahl stehen verschiedene Sorten an jungen Obstbaumpflanzen, zum Beispiel Apfel, Birne, Zwetschge und Reineclauden. Wer einen Obstbaum haben möchte, kann unter www.schwetzingen.de/baum ein Antragsformular ausfüllen. Dort sollten der Wunschbaum und eine Alternative angegeben werden, da von jeder Sorte nur eine gewisse Anzahl zur Verfügung steht. Über die Abgabe entscheidet daher die Nachfrage.

AdUnit urban-intext2

Die Stadtgärtnerei liefert die Bäume dann bis ans Grundstück. Einpflanzen müssen die Gartenbesitzer den Baum selbst. Die Gärtner leisten aber noch Beratung und Starthilfe mit der Zugabe eines Startersets Dünger, eines Wasserspeichers und einer Pflanzanleitung.

„Wir haben bei den Bäumen bewusst auf Obstbäume gesetzt, um den Insekten ein reichhaltiges Buffet an Nahrung anzubieten. Die verschiedenen Sorten blühen auch teilweise zeitversetzt, um hier möglichst lange Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere Insekten zu bieten“, erklärt Kolb die Auswahl. Und natürlich handelt es sich hier um essbare Sorten, die nicht nur den Insekten munden, sondern auch den Gärtnern.

AdUnit urban-intext3

Jetzt ist übrigens die beste Pflanzzeit. Wird es ab dem Frühling warm, benötigen die Bäume viel mehr Wasser um gut anwachsen und Wurzeln ausbilden zu können. Die Bäume können in frostfreiem Boden eingepflanzt werden. Bei Frost verwenden die Stadtgärtner einen einfach nachzumachenden Trick: Einfach Rindenmulch auf die zur Pflanzung vorgesehene Stelle im Garten aufbringen – zwei bis drei Tage warten – dann ist der Boden unter dem Rindenmulch frostfrei und kann bepflanzt werden.