Zweckverband Unterer Leimbach

Zweckverband Unterer Leimbach: Außengelände der Gemeinschaftsschule größter Brocken

Beim Zweckverband Unterer Leimbach, dessen Mitgliedsgemeinden Oftersheim, Plankstadt und Schwetzingen sind, wurde der Plankstadter Bürgermeister Nils Drescher zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Außerdem standen wichtige Themen auf der Agenda.

Von 
Stefan Kern
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Das neue Gebäude der Karl-Friedrich-Schimper-Gemeinschaftsschule ist in Betrieb. Der Bauzeitenplan ist allerdings wegen massiver Lieferengpässe in Verzug. Die endgültige Fertigstellung des Projekts verzögert sich noch. © Widdrat

Ähnlich wie beim Zweckverband Bezirk Schwetzingen mussten auch beim Zweckverband Unterer Leimbach, dessen Mitgliedsgemeinden Oftersheim, Plankstadt und Schwetzingen sich gemeinsam um die Abwasserbeseitigung und den Betrieb der Schimper-Gemeinschaftsschule verantworten, einige Anpassungen der Abläufe an neue Erfordernisse vorgenommen werden.

Dabei konnte nach dem Ausscheiden des bisherigen Oftersheimer Bürgermeisters Jens Geiß der Plankstadter Bürgermeister Nils Drescher einhellig zum stellvertretenden Zweckverbandsvorsitzenden gewählt werden. Ebenfalls einstimmig wurde Verwaltungsrat Peter Riemensperger zum Verbandsprüfer bestimmt.

Ohne Diskussion wurde anschließend dem neuen Umlageschlüssel für die Betriebskosten zugestimmt. Die Schwankungen der Belastungen in Höhe von rund 3000 Euro seien, so erklärte der Verbandsvorsitzende Dr. René Pöltl, vor dem Hintergrund des Gesamtumlagevolumens von einer halben Million Euro eher klein. Durchschnittlich gehe es hier um Schwankungen von weniger als 2,4 Prozent. Auch die Erhöhung der Mittel zur Bewirtschaftung wurde erstmals auf 100 000 Euro festgesetzt. Sinnvoll, um bereits beschlossene Maßnahmen schneller abwickeln zu können.

Arbeit auf mehr Schultern verteilt

Festgestellt wurde darüber hinaus die Eröffnungsbilanz mit einem Basiskapital von knapp 782 000 Euro. Auf Oftersheim entfallen dabei rund 247 000, auf Plankstadt etwas mehr als 140 000 und auf Schwetzingen 394 000 Euro. Mit der Änderung der Geschäftsordnung zeigten sich die Verbandsmitglieder damit einverstanden, dass Verbandsvorsitzende und Geschäftsführer die Bewirtschaftung von Mitteln an Verbandsbeschäftigte delegieren können. Und auch, dass die Unterschriftenbefugnis in Personalangelegenheiten auf die Leitung des Hauptamtes und die Leitung des entsprechenden Sachgebiets übertragen werden darf. Angesichts von immer mehr Unterlagen sei es sinnvoll, so Pöltl, die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen. Beim Verbandsvorsitzenden und Geschäftsführer verbleiben der Schriftverkehr zur Begründung und Beendigung von Arbeitsverhältnissen.

Einstimmig goutiert wurde dann auch die Haushaltssatzung des Zweckverbandes für das kommende Jahr. 2023 weist die Haushaltssatzung Erträge und Aufwendungen in Höhe von knapp 2,8 Millionen Euro aus. Im Vorjahr waren es noch knapp 2,9 Millionen. Erwähnenswert ist in den Augen der Verbandskämmerin Tina Dworske eine Million Euro für die Fertigstellung des Außengeländes der Schimper-Gemeinschaftsschule.

Insgesamt erwartet Dworske Aufwendungen für die Schule in Höhe von 2,45 Millionen Euro. 285 000 Euro sind dabei für Personal vorgesehen, was ein Plus zum Vorjahr von 30 000 Euro bedeutet. Bei der Abwasserbeseitigung sind 2023 keine größeren Maßnahmen geplant. Die Verschuldung wird im nächsten Jahr trotz einer Neuverschuldung von 714 000 Euro bis Ende 2023 auf 30,6 Millionen Euro leicht sinken.

Freier Autor Stefan Kern ist ein freier Mitarbeiter der Schwetzinger Zeitung.

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