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Impfaktion - Eltern können ihre Schulkinder gegen Corona schützen

Befreiungsschlag für offene Schulen?

Von 
zg
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Speyer. Professor Gerhard Haupt und seine Kollegen engagieren sich seit Beginn der Praxisimpfungen zusätzlich in der Stadt. „Während der Impfstoff lange Zeit Mangelware war, sind wir nun in einer Phase, bei der eher die Problematik besteht, dass Impftermine in relevantem Maße nicht wahrgenommen werden. Noch vor zwei Wochen konnten nur wenige Dosen des Impfstoffs Comirnaty von Biontech für Erstimpfungen bestellt werden. Nun ist dies in unbegrenzter Menge möglich. Aufgrund der vielen nicht wahrgenommenen Termine haben wir in dieser Woche erstmals keinen Impfstoff bestellt, bekommen sogar Impfstoff von Kollegen, die darauf sitzen bleiben“, sagt er. Deshalb wird es eine weitere ungewöhnliche Aktion geben. Es wird erstmals ein Impfangebot für ältere Schüler geben

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„Wir haben die Sorge, dass die Pandemie keinesfalls beendet ist und eine weitere Welle wahrscheinlich von der Delta-Variante geprägt sein wird. Eine Impfung schützt zwar nicht komplett davor, aber in sehr hohem Grad vor einem schweren Krankheitsverlauf. Entwicklungen in Ländern mit hoher Impfquote wie Israel oder Großbritannien zeigen, dass eine Infektion mit der Delta-Variante im Wesentlichen durch Ungeimpfte getriggert wird, auch Kinder und Jugendliche gehören dazu. Daher macht es rein epidemiologisch Sinn, auch Kinder und Jugendliche zu impfen“, so Haupt.

Die Impfkommission habe klargestellt, dass die Impfung mit Comirnaty bei 12- bis 17-Jährigen auf Wunsch der Eltern nach ärztlicher Aufklärung angeboten werden kann. Die Idee, jetzt in einer Schule zu impfen, sei schon vor einiger Zeit aus der Elternschaft an die Ärzte herangetragen worden. Aufgrund der damaligen Impfstoffsituation sei das aber nicht möglich gewesen. Jetzt gehe es und man biete freiwillige Impfungen im Hans-Purrmann-Gymnasium (HPG) und in der Berufsbildenden Schule (BBS) an. Ziel sei es, dass das Angebot alle Schulen erreiche. Die Zweitimpfung werde dann in den Ferien erfolgen, sodass die teilnehmenden Schüler zu Schuljahrsbeginn über den kompletten Impfschutz verfügen. Voraussetzung müsse natürlich der Wunsch der Kinder und Jugendlichen sowie der Eltern sein, so Haupt weiter. Das Angebot, das auf weitere Schulen ausgeweitet werden könne, solle dazu beitragen, dass Schulen im Herbst vielleicht geöffnet bleiben können. zg

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