Musikprojekt - Wie der Waldseer Uli Müller mit dem Song „Take me away“ acht Musiker aus drei Kontinenten zusammenbindet Corona öffnet den Musikhimmel

Von 
Jürgen Gruler
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Das Cover des Songs „Take me away“ von „The International Project“ (T.I.P.). © Uli Müller

Speyer. Uli Müller ist in der Region bekannt wie ein bunter Hund. Als Musiker ist er schon in vielen Formationen unterwegs gewesen. Mit Tanzmusik bei den berühmten Fliederbällen im Schwetzinger Schloss bei den „Limelights“ oder als Rockmusiker bei „N.S.A.“ beim Altstadtfest in Speyer. Oder auf Tournee mit den großen deutschen Rock- und Popsängern. Der heute in Waldsee lebende Profimusiker hat jetzt ein ganz besonderes Projekt auf die Beine gestellt. So international, wie es wohl nur in Corona-Zeiten möglich ist, wenn die anderen Profimusiker aus aller Welt nicht irgendwo touren oder sich gerade von einer anstrengenden Konzertreise ausruhen müssen. Genau dann, wenn alle während der weltweiten Lockdowns daheim sitzen und sich neue Formate überlegen und nur ein Ziel haben: raus aus der Schockstarre und wieder Musik machen.

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So entstand der weltweit eingespielte Song „Take me away“ und ein Bandname, der nicht passender sein könnte: „The International Project (T.I.P.). Eine Initiative von acht Musikern von drei Kontinenten. Eingefädelt wurde alles über die Businessplattform Linkedin und durch ein paar private Kontakte, die Uli Müller seit Jahren pflegt und mit dem Mut, die Großen der Szene einfach mal anzusprechen. Mit dabei sind unter anderem Sir Leslie Dalton aus den USA, Inhaber der „Sea Ghost Studios“ in Texas und berühmt geworden durch die „Black Sword Pirates“ – vom Buch über den Film bis hin zur Musik ein Komplettwerk mit Tony Franklin am Bass – einem der Besten weltweit („The Firm“, „Whitesnake“). „Ein weiteres Highlight für mich ist Steve Zitkus aus Australien, ein sehr angesagter Produzent, Arrangeur und Gitarrist/Bassist. Seine Arbeit am ersten Titel war einfach ein Ohrenschmaus. Er arbeitet im Dunstkreis von Cold Chisel und Jimmy Barnes, die in Australien mehr Zuschauer locken als AC/DC“, erzählt uns der Musiker aus Waldsee.

Aus der Kurpfalz in die Welt

Aus Sizilien beteiligte sich Francesco Cremone mit seiner wunderbaren Stimme. „Und von unserer Kurpfälzer Rockband „N.S.A.“ sind noch die beiden Sängerkollegen Torsten Haus und Ly Energy mit von der Partie. An den Keyboards spielt Markus Lauer aus der Pfalz („Peppermint Gang“) und aus Monnem Kurt Ader, der absolute Synthesizer- und Soundspezialist, der für alle, die Rang und Namen haben, arbeitet – für „Saga“, „Söhne Mannheims“ oder Tim Bendzko beispielsweise.

Und wie funktioniert so etwas? Die Ideen und Noten werden ausgetauscht, man trifft sich zu Videokonferenzen und verschickt die einzelnen Aufnahmen einmal rings um den Globus. Und ganz am Ende kommt es dann natürlich auf diejenigen an, die das Ganze „mastern“, also aus den einzelnen Spuren den Song mixen und ihn so zum Gesamtkunstwerk zusammenfügen.

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„Wir haben bisher einen Titel fertig, gemastered in einem der vier besten Studios in Europa – im Peak Studio von Chris Jones. Und wir sind weiter fleißig, die Songs Nummer zwei und drei sind gerade am Entstehen. Die einzelnen Teile sind eingespielt und gesungen, jetzt sind die technischen Details dran und schon bald können auch sie online gehen. Die ganzen Werbeartikel werden auch gerade gestaltet – übrigens hier in der Kurpfalz bei einer Agentur in Waldsee, gleich um die Ecke hat die Firma B-Design sowohl das Cover gestaltet, als auch den Filmtrailer erstellt“, sagt Uli Müller.

Er ist natürlich mächtig stolz darauf dieses internationale Projekt auf die Beine gestellt zu haben. Peter Bäcker sorgte sich um den Flyer für den ersten Song, dessen Tochter Laura Bäcker um den Trailer.

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Die ersten Tests auf der Plattform LinkdIn, wo ja alles begonnen hat, waren sehr positiv. Der Song ist nun aber nach und nach auch auf allen einschlägigen Download-Portalen, sowie bei den Streamingdiensten gelistet und dort erhältlich. „Die Idee des Liedes ,Take me away’ lag aus einer früheren Studiosession bei Uli Müller schon vor – diese Idee ging danach rund um die Welt, wo parallel in mehreren Studios am Arrangement gearbeitet wurde. Jeder der Beteiligten hat seinen Beitrag aus seinem Heimstudio geleistet und letztendlich wurde alles in Australien bei Steve Zitkus (,Mintzmusic’) zusammengefügt. Es sollte ein „internationaler“ Song werden und deshalb gibt es einen englischen und einen italienischen Part“, schreibt die Plattform „Back on Stage“ und lobt das tolle Mastering von Chris Jones. „Uns hat das Projekt richtig zusammengeschweißt, das wird uns sicherlich auch nach Corona bleiben und wir haben noch einige Pläne für die Zusammenarbeit von T.I.P.

Chefredaktion Jürgen Gruler ist Chefredakteur der Schwetzinger Zeitung.