Bistum - 170 Schüler beteiligen sich an den digitalen Angeboten der katholischen Kirche Das macht dem Bischof Spaß

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is
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Speyer. Die Schülertage 2021 im Bistum Speyer sind zu Ende gegangen. 170 junge Leute nahmen das Angebot wahr, per Videokonferenz mit Mitarbeitern aus verschiedenen Bereichen der Diözese einen Einblick in „ihr Bistum“ zu bekommen. Die Veranstaltung fand zum neunten Mal statt, allerdings pandemiebedingt zum ersten Mal in kleinerem Rahmen und ausschließlich digital.

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„Die Rückmeldungen zeigen, dass die Schülertage auch in dieser Form gut angekommen sind. Natürlich waren einige Elemente online nicht möglich, etwa die besonderen Domführungen. Das Erlebnis vor Ort hat gefehlt. Dafür konnten wir an anderer Stelle feststellen, dass das digitale Format die Veranstaltung positiv beeinflusst hat: Beim Gespräch mit dem Bischof waren wir von der Fülle der Beiträge im Chat beeindruckt. In diesem Medium ist es vielen Schülern besonders leicht gefallen, sich mit Fragen und den eigenen Sichtweisen einzubringen“, ziehen die Organisatoren und Referenten für Religionspädagogik, Simone Krick und Bernhard Kaas, ein Fazit: „Letztlich ist es wichtig, dass Begegnung stattgefunden hat: Chancen, miteinander ins Gespräch zu kommen, Kirche aus anderer Perspektive wahrzunehmen, die Anfragen der Jugendlichen zu hören und offen zu reflektieren. Wir hatten den Eindruck, dies ist digital gelungen.“

Aus zehn Schwerpunkten gewählt

Entsprechend ihrer persönlichen Interessen hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, jeweils zwei von zehn Themenschwerpunkten für die Videogespräche auszuwählen. Auf dem Programm standen Themen wie „Ist unsere Welt noch zu retten?“, „Prävention sexualisierter Gewalt“, „Wozu bin ich berufen?“, „Umgang mit Tod und Trauer“, „Feminismus in der katholischen Kirche“ oder „Vielfalt wertschätzen“, Außerdem boten die Referenten des Bereichs Seelsorge in der Arbeitswelt ein Gespräch zum Thema „Jeder Mensch ist mehr wert…“ an und es gab ein Angebot der Notfallseelsorge und der Krisenintervention.

An zwei Tagen hatten sich Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Generalvikar Andreas Sturm der Diskussion gestellt. Neben persönlichen Fragen zu Glauben, Berufung und Zielen interessierten sich die Jugendlichen für die Themen Missbrauch in der Kirche, die Einstellung der Kirche zu Homosexualität und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, für die Frauenordination und den Zölibat. Im Feedback brachten die Schüler ihre Wertschätzung für die Offenheit und Ehrlichkeit, mit der ihre Gesprächspartner auch kritischen Fragen beantwortet hatten, zum Ausdruck.

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„Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann vermittelte ein großes Interesse an dem, was wir ihn über seine Person, sein Amt und die Kirche fragten und beantwortete die Fragen ehrlich und offen. Es war zu erkennen, dass ihm der Austausch mit uns jungen Menschen Spaß macht und für ihn die Stunde vermutlich genauso schnell vorbei war wie für uns“, sagte Veronika Walter, die den Talk moderiert hatte, anschließend. is