Landeskirche

Den Mut fassen, sich selbst zu helfen

Spannender Fachtag zur „Armut in Deutschland“

Von 
lk/is
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Speyer. Die Gruppe „Frauen wagen Frieden“ geht den Ursachen von Armut nach. Die Veranstaltung zeigt Hilfen des Staates, der Kirchen und Institutionen auf und will anderen Mut machen, aktiv zu werden. Alle Interessierten sind von den Kirchen zur Teilnahme eingeladen.

13 Millionen Menschen in Deutschland waren bereits 2021 armutsgefährdet – rund 16 Prozent der Bevölkerung. Das hat das Statistische Bundesamt errechnet und, dass Frauen eher betroffen sind als Männer. Der Ukraine-Krieg und die Inflation lassen seit dem letzten Jahr die Preise weiter steigen. Immer mehr Menschen wissen nicht, wie sie ihr Leben finanzieren können. Der Staat, die Kirchen und viele Initiativen versuchen gegenzusteuern.

Hier setzt die Gruppe „Frauen wagen Frieden“ mit einem Fachtag „Armut in Deutschland“ am Samstag, 4. Februar, in Bad Dürkheim an. Die gesellschaftspolitischen und globalen Hintergründe beleuchtet Markus Carbon vom Diakonischen Werk Pfalz. Wie ein Tag bei der Caritas aussieht, schildert Beate Schmitt, Leiterin des Caritas-Zentrums Kaiserslautern. Auch die Tafel Bad Dürkheim und die Tagungsbegegnungsstätte „Lichtblick“ aus Neustadt informieren über ihre Arbeit. Die katholische Pfarrei St. Martin aus Kaiserslautern berichtet über ihr Projekt „Pflasterstube“.

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Am Nachmittag spricht eine Vertreterin oder ein Vertreter des Landes über Prävention und Überwindung von Armut in Rheinland-Pfalz. Eine Podiumsdiskussion fragt nach „Konsequenzen für unsere Arbeit – Was ist zu tun?“ und beschließt damit die Veranstaltung.

Beim Fachtag „Armut in Deutschland“ arbeitet die Gruppe „Frauen wagen Frieden“ mit dem Bereich „Seelsorge in der Arbeitswelt“ im Bistum Speyer, dem Diakonischen Werk und der Caritas zusammen.

„Frauen wagen Frieden“ ist eine pfalzweite Projektgruppe. Sie gehört der Frauenarbeit der Evangelischen Arbeitsstelle Bildung und Gesellschaft an. Gegründet wurde „Frauen wagen Frieden“ 1981 während der Nachrüstungsdebatte. Seitdem setzen sich ihre Mitglieder für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung ein. Die Gruppe ist der Ökumene verbunden und vernetzt mit friedens-, umwelt- und frauenpolitischen Gruppen. Zwei Mal pro Jahr organisiert sie einen Studientag, der Interessierten offensteht. lk/is