Tag des Rauchmelders: Vorbeugend kann in diesem Bereich viel für die Sicherheit getan werden Der Rauch ist gefährlicher als die Flammen

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Von Redaktionsmitglied

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Peter W. Ragge

Mannheim. Heute ist Freitag, 13. - damit er im Brandfall nicht zum Unglückstag wird, haben ihn Feuerwehren, Versicherungen und Elektrotechnikindustrie zum "Tag des Rauchmelders" ausgerufen. Zumindest in Baden-Württemberg ist es nämlich nicht Pflicht, solche im Ernstfall lebensrettenden Geräte zu installieren. "Wir wollen die Leute aber davon überzeugen", so Mario König von der Berufsfeuerwehr.

Zwei Menschen sind in Mannheim im vergangenen Jahr nach Wohnungsbränden gestorben - beide wurden im Schlaf von dem Feuer überrascht, kamen durch die Brandgase um. "Sie könnten, wäre der Brand rechtzeitig entdeckt worden, noch leben", bedauert Mario König.

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Glück hatte dagegen gerade dieser Tage eine Frau aus dem Niederfeld. Bei der 81-Jährigen führte eine offenbar defekte Heizdecke zu einem Schmorbrand in der Matratze und der Decke. Schon die ersten Qualmwölkchen lösten den im Flur installierten Rauchmelder aus, die Seniorin, die im Wohnzimmer war, ebenso wie ihre Nachbarn hörten das Warnsignal. "Die Nachbarn haben geholfen, die Frau konnte gerettet werden - das war super, sonst hätte sich der Brand kräftig entwickelt", so Albert Trietsch, Zugführer des Löschzuges, der vor Ort war.

"Rauch, nicht Flammen, sind das gefährliche bei Wohnungsbränden", warnt Mario König. Ausgelöst würden sie meist durch brennende Zigaretten, deren Glut Schmorbrände ausläse, oder defekte Elektrogeräte. "Die meisten Brandtoten gibt es nachts", so König. Dann nämlich sei das menschliche Geruchszentrum ausgeschaltet, man nehme die Gefahr nicht wahr - "und schon ein paar Atemzüge mit Brandrauch können tödlich sein". "Aber so ein kleines Gerät rettet für nur wenig Geld Leben", unterstreicht Karl F. Mayer, der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes.

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Er hat schon oft beim Maimarkt-Stand des Stadtfeuerwehrverbandes oder anderen Aktionen für die Geräte geworben, verkauft sie dabei auch selbst. "Früher noch mehr als heute, inzwischen hat ja jeder Baumarkt oder Elektrohändler die Dinger - insofern ist es ganz leicht, an sie 'ranzukommen".