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Dom - Innenminister Roger Lewentz lässt sich bei Besuch über Instandhaltungsmaßnahmen informieren

Die Arbeit an der Kathedrale geht nicht aus

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Speyer. Nach der Landtagswahl sowie der Regierungsneubildung im Mai 2021 wurde die Generaldirektion Kulturelles Erbe und damit auch die Landesdenkmalpflege thematisch dem Innenministerium zugeordnet. Nachdem bereits Innenstaatssekretärin Nicole Steingaß den Dom besucht hatte, war nun mit Roger Lewentz der Innenminister selbst vor Ort und sprach mit den Verantwortlichen.

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Begrüßt wurde er von Weihbischof und Dompropst Otto Georgens. Als oberster Vertreter des Domkapitels, des für den Dom zuständigen Gremiums, freute dieser sich über das Interesse des Ministers an der Kathedrale und Unesco-Welterbestätte. „Für die Menschen der Region und des Landes ist der Speyerer Dom ein wichtiges Stück ihrer Identität. Dieser Verantwortung sind wir uns bewusst, sie ist uns Ehre und Ansporn“, sagte Georgens.

Weihbischof Otto Georgens (v. l.), Innen-minister Roger Lewentz und Domkustos Dr. Christoph Kohl. © Domkapitel Speyer

„Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Unesco-Welterbestätten in Rheinland-Pfalz durch die Aufnahme von Bad Ems als Teil der Great Spas of Europe, des Niedergermanischen Limes und der SchUM-Stätten von vier auf sieben erhöht. Bereits 40 Jahre zuvor wurde der Speyerer Dom als erste Weltkulturerbestätte in Rheinland-Pfalz anerkannt. Darauf sind wir besonders stolz. Er ist der größte erhaltene romanische Kirchenbau der Welt und beeindruckt mit seinen Ausmaßen und seiner erhabenen Schlichtheit“, sagte Roger Lewentz. Mit seiner weit über die Landesgrenzen hinausreichenden Bekanntheit stehe der Dom sinnbildlich für die herausragenden kulturellen Schätze, die Rheinland-Pfalz zu bieten hat. „Einen Besuch dieses großartigen Bauwerks kann ich absolut empfehlen“, unterstrich Lewentz.

„Steingewordener Glaube“

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Domdekan und Domkustos Dr. Christoph Maria Kohl führte den Innenminister durch den Dom und wies auf die Besonderheiten des beinahe 1000 Jahre alten Kirchenbaus hin. „Der Speyerer Dom ist in seiner Architektur steingewordener Glaube“, erklärte Kohl. Er teilte seine Überzeugung mit, „dass niemand so aus dem Dom hinaus geht, wie er hinein gegangen ist“. In Vor-Corona-Jahren besuchten jährlich bis zu einer Million Menschen den Dom. Mit Führungen, digitalen Informationsangeboten aber auch mit Flyern vor Ort mache das Domkapitel hier den Menschen Angebote, den Dom besser kennenzulernen und in ihn „einzutauchen“. Im vergangenen Jahr wurde der 40. Jahrestag der Aufnahme auf die Welterbeliste gefeiert.

Ein besonderes Augenmerk beim Besuch galt den laufenden Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen. Dombaumeisterin Hedwig Drabik erläuterte die gerade abgeschlossene umfangreiche Maßnahme der Restaurierung der Vierungskuppel. Aktuell finden Untersuchungen zur Statik sowie an den Fenster- und Steinflächen des Mittelschiffs statt, wozu im Inneren und Äußeren Gerüste gestellt wurden. „Die Arbeit am Dom wird uns so schnell nicht ausgehen“, ist sich Hedwig Drabik sicher. „In den kommenden Jahren werden uns die Osttürme beschäftigen, die zuletzt in den 1980er Jahren teilrestauriert wurden“, erklärte sie vor Ort. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die substanzerhaltenden Maßnahmen am Dom mit einer Beteiligung von 40 Prozent an den Baukosten. is

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