AdUnit Billboard
Technik Museum - Jean-Jaques Favier erzählt aus dem Weltraum

Die Columbia erlebt

Von 
zg
Lesedauer: 
Jean Jaques Favier (vorn links) in der Crew der Raumfähre Columbia. Bei seinem Welt-raumflug ging alles gut, bei einem späteren zerbrach das Space-Shuttle. © Museum

Speyer. Mal wieder kommt ein Astronaut nach Speyer: Am Samstag, 6. November, besucht Jean-Jaques Favier die Raumfahrtausstellung „Apollo and Beyond“ im Technik Museum. Er wird einen Vortrag über seine Raumfahrtmission STS-78 halten. Der Franzose flog 1996 an Bord der Raumfähre Columbia ins Weltall und war als Nutzlastspezialist unter anderem im europäischen Spacelab Modul im Einsatz. Sein Vortrag findet von 14 bis 15 Uhr im Forum Kino statt und wird in englischer Sprache gehalten. Die Präsentation ist im regulären Eintrittspreis des Technik Museums enthalten. Besucher, die nur zum Vortrag möchten, erhalten Tickets zum Preis von 5 Euro an der Museumskasse (begrenzte Plätze).

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Jean-Jaques Favier wurde zwar am 13. April 1949 im deutschen Kehl geboren, ist aber trotzdem französischer Astronaut. Von 61 europäischen Kandidaten bei der ESA-Auswahl von 1991 war er einer von sechs französischen Bewerbern. Doch durch die Begrenzung auf fünf Personen je ESA-Mitgliedsland schaffte er es nicht zur ESA.

17 Tage im Weltall

Sein Traum, ins All zu fliegen, war jedoch noch nicht zu Ende, denn Favier wurde bei der französischen Raumfahrtagentur CNES angenommen und trainierte dort für zwei Missionen. 1992 gehörte er zur Ersatzmannschaft der Space-Shuttle-Mission STS-65 und am 20. Juni 1996 startete er als Nutzlastspezialist mit der Raumfähre Columbia zur Mission STS-78 ins All.

Der Flug war bis dahin der längste eines Space Shuttles und dauerte knapp 17 Tage. Die Aufgabe der Mission STS-78 waren Schwerelosigkeitsexperimente im Life and Microgravity Spacelab (LMS), die als Grundlage für zukünftige Experimente auf der Internationalen Raumstation (ISS) benötigt wurden. Die Astronauten untersuchten beispielsweise die Auswirkungen eines Langzeitraumflugs auf den menschlichen Körper, um sich auf die ISS-Expeditionen vorzubereiten. Während der Mission wurden 41 Experimente durchgeführt. Für diese Experimente wurde nicht nur das Labor des Moduls genutzt, sondern auch die Fächer im Mitteldeck der Raumfähre Columbia, die bei einer anderen Mission zerbrach. 13 Untersuchungen dienten der Auswirkungen der Mikrogravitation auf den menschlichen Körper, während sechs weitere das Verhalten von Flüssigkeiten und Metallen in der schwerelosen Umgebung, sowie die Herstellung von Metalllegierungen und Proteinkristallen untersuchten.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Die Besatzung führte auch die erste umfassende Studie über das Schlafverhalten in der Schwerelosigkeit durch sowie die Erforschung des Knochen- und Muskelabbaus. zg

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1