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Ehrenamtspreis

Drei Frauen, die den Optimismus fördern, erhalten Ehrenamtspreis in Speyer

Ellen Korelus-Bruder, Vera Kray und Christa David-Wadle ausgezeichnet

Von 
Susanne Kühner
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Die Preisträgerinnen Vera Kray (v. l.), Christa David-Wadle, Christel Koch (Kinderschutzbund), Preisträgerin Ellen Korelus-Bruder, Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, Bürgermeisterin Monika Kabs und Oberkirchenrätin Marianne Wagner. © Stadt Speyer

Speyer. Eine Sandsteinstele, gefertigt vom Speyerer Bildhauer Holger Grimm, hat jetzt den Einsatz dreier Frauen in der Stadt belohnt. Ellen Korelus-Bruder, Vera Kray und Christa David-Wadle nahmen den Ehrenamtspreis bei einer Feier im Kulturhof Flachsgasse entgegen.

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Die Aktion „Weihnachtslicht“ hat Korelus-Bruder vor 18 Jahren ins Leben gerufen. Angeregt dazu hat sie ihr jüngster Sohn Daniel. „An Heiligabend sagte er zu mir: Mama, weißt du, dass heute viele Menschen zu Hause weinen“, dachte sie zurück an den ausschlaggebenden Satz, der zu ihrer Aktivität führte.

Seither kommen jährlich am 24. Dezember alleinstehende Menschen jeden Alters zusammen, um gemeinsam bei einem Festessen, weihnachtlichem Programm und Geschenken den Abend zu verbringen. Um die 150 Personen seien es mittlerweile, sagt Korelus-Bruder. Vom Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Matthias Folz nach ihrem persönlichen Wunsch für die Zukunft gefragt, meint sie: „Unser Wunsch war von Anfang an, dass so etwas nicht nötig sein wird.“

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Nun hofft die Initiatorin, die inzwischen von einem großen Team unterstützt wird, darauf, dass es mit der Zeit immer weniger Menschen werden, die das „Weihnachtslicht“ in Anspruch nehmen müssen, weil sich andere Menschen aus der Bevölkerung sich ihrer annehmen.

Der März 2020 war für Vera Kray der Anstoß aktiv zu werden. Als Mitglied des Stadtteilvereins Speyer-Süd regte sie die „Hilfen in Tüten“ an, um bedürftigen Kindern eine Mahlzeit am Tag auch im Lockdown zu sichern. Durch die Hilfe des Serviceclub Kiwanis konnte die Aktion auf die gesamte Stadt ausgedehnt werden.

Ein Frühstück und ein Rezept

„Jede Woche gab es etwas zum Frühstück und zusätzlich ein Rezept, das die Kinder mit ihren Eltern daheim nachkochen konnten“, sagt Kray. Mehr Achtsamkeit wünscht sie sich beim Blick auf die Bedürftigkeit, die nicht nur an Hartz IV festgemacht werden könne.

Von einem zukunftsweisenden Projekt sprach David-Wadle als Vertreterin des Kinderschutzbundes Speyer. Sie stellte die Lernpaten vor, die ihren Blick auf Kinder in der Grundschule lenken. Vielerlei Probleme gebe es dort, angefangen bei Verständnisschwierigkeiten aufgrund einer anderen Herkunft bis hin zur Gewalt. „Wir können mit unserer Arbeit viel bewirken“, machte David-Wadle deutlich. Eine Schulung von 30 Stunden sei dem Einsatz vorausgegangen.

Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) lobte das Engagement aller als wesentlichen Teil des Zusammenhalts in der Gesellschaft, Bürgermeisterin Monika Kabs (CDU) stellte heraus: „Das Ehrenamt ist etwas, worauf wir in Speyer stolz sein können.“ Die Speyerer Freiwilligenagentur koordiniere die Arbeit seit 2008. Einige Jahre danach wurde mit Ute Brommer eine hauptamtliche Kraft mit der Aufgabe betraut. „Ehrenamt braucht das Hauptamt“, stellte Kabs dazu fest.

Für Seiler stand bezüglich der Preisträgerinnen fest: „Sie alle machen ganz viel Optimismus.“ Deutlich werde dadurch aber auch, dass der Staat viel mehr tun muss, damit weniger Menschen am Existenzminimum leben müssen.

Der Ehrenamtspreis soll künftig alle zwei Jahre verliehen werden. Der Jury gehören neben Seiler und Kabs dann Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Kirchenpräsidentin Dorothée Wüst an. Diesmal war Oberkirchenrätin Marianne Wagner von kirchlicher Seite eingesprungen.

Musikalisch gestaltet wurde die Verleihung von Silvina Gaß und Yoshi Tschira von der Städtischen Musikschule.

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