Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus - Paulina und Jarred freuen sich über ihre drei Mädchen Drillinge – und sogar eineiig

Von 
Barbara Fresenius
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Bei Drillingen wird jede Hand gebraucht. Paulina Sommer und Jarred Jones wurden glückliche Eltern von eineiigen Drillingen. Jetzt durften sie mit den Babys aus dem Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer endlich nach Hause. © Venus

Speyer. Als erste eineiige Drillinge schreiben Rosali, Genevieve und Ida im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Geschichte (SZ berichtet) Am Gründonnerstag kam es bei Paulina Sommer in der 29. Schwangerschaftswoche zu einem Blasensprung. Auch der Wehenblocker konnte die Drillinge nicht mehr im Mutterleib halten. Noch vor Mitternacht kamen Rosali (1290 Gramm), Genevieve (980) und Ida (1190) mittels Kaiserschnitt zur Welt. Heute bringen die Babys 2762, 2066 und 2465 Gramm auf die Waage und messen 45 Zentimeter – da kann es mit Mutter Paulina (27) und Vater Jarred (26) heim nach Neustadt gehen.

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Mit im Gepäck hat die fünfköpfige Familie einen Blumengruß und für jedes Drillingskind ein Windelprä-sent der Geburtsklinik im Wert von 150 Euro. „Drillinge werden immer per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht“, erläutert der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Hans-Jürgen Gausepohl. Er berichtet von einem elfköpfigen Team aus Ärzten, Hebammen und Pflegefachkräften, die an der Drillingsgeburt zu Corona-Zeiten beteiligt waren.

Ein sehr seltenes Ereignis

Das Besondere an dieser Geburt sei die Eineiigkeit, deren Wahrscheinlichkeit bei 1:200 Millionen liege, so Dr. Gausepohl. Auch für ihn ist das ein „einmaliges Erlebnis in meiner mittlerweile 20-jährigen Klinikerfahrung“. Der Aufenthalt der Drillinge auf der Kinderintensivstation sei erfreulicherweise unkompliziert verlaufen. Die Säuglinge hätten von Beginn an selbstständig geatmet. „Eine Beatmung war nicht erforderlich, die Frühchen wurden lediglich mit Atemhilfen unterstützt und die Muttermilch angereichert, um die Kaloriengabe zu erhöhen“, ergänzt der Chefarzt.

Auch Oberarzt Torben Lindner und Hebamme Sandra Weichsel haben mitgefiebert. Mutter Paulina Sommer, die von der Wochenbettstation bereits Mitte April entlassen wurde und mit der Verlegung der Drillinge auf die normale Kinderstation ihr Begleitbett bezog, lobt die medizinische und pflegerische Versorgung durch die Teams: „Wir ha-ben uns hier sehr gut aufgehoben gefühlt“, versichert die Erstgebärende, die ihre Kinder gemeinsam mit ihrem aus den USA stammenden Partner zweisprachig erziehen möchte.

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„Heute sind die Drillinge auf den Tag zwei Monate alt und man merkt schon den unterschiedlichen Charakter“, stellt Mutter Paulina fest. Ida sei die Kämpferin, die beim Wickeln protestiere, Genevieve, die Zarte, die schnell weine, und Rosali sei immer ausgeglichen. Dank einem verlässlichen sozialen Umfeld sieht das junge Paar der Herausforderung mit drei Mädchen gelassen entgegen.