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Technik Museen - Gründer Eberhard Layher wäre jetzt 100 geworden

Ein Erfinder, Unternehmer und bescheidener Stifter

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zg
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Sinsheim/Speyer. In Stuttgart geboren und aufgewachsen, trat Eberhard Layher früh in das Berufsleben ein. Die Wirtschaftskrise und politische Unruhen prägten ihn genauso wie seine Erlebnisse im Krieg. Mit 18 Jahren in den Kriegsdienst eingezogen, wurde er in Russland schwer verwundet und kehrte nach Kriegsende in die schwäbische Heimat zurück. Die Stuttgarter Wohnung war zerstört und so fand sich die Familie in Eibensbach wieder zusammen.

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Dort stand noch im Jahr 1945 die Gründung des Familienbetriebs Wilhelm Layher auf der Agenda. 1952 heiratete Eberhard Layher Margot Korn, mit der er zeitlebens eine glückliche Ehe führte, bis sie im Jahr 2009 verstarb. Die große Trauer war Eberhard Layher anzumerken, Drei Jahre später starb er dann selbst, dabei sagte er öfter mal, ich würde gerne 100 werden, am 8. September dieses Jahres wäre es soweit gewesen.

Am 8. September wäre Museumsgründer Eberhard Layher 100 Jahre alt geworden. © stp_Technik Museum Speyer Eberha

Zusammen hatten Morgat und Eberhard Layher vier Kinder: Luise, Helga, Susanne und Hermann. Im Jahr 1965 gelang der Gerüstbaufirma ihr Durchbruch mit dem Layher-Blitzgerüst. Bereits 1974 kam dann das bahnbrechende Allroundgerüst auf den Markt. Zusammen mit zahlreichen weiteren Patenten war dies die Grundlage einer außergewöhnlichen, wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte.

Mit 66 Jahren kam was Neues

Mit 66 Jahren zog sich Layher aus dem Gerüstunternehmen zurück und widmete sich seinem Hobby als Sammler von Fahrzeugen und technischen Geräten. Auf seine Initiative hin eröffnete 1981 das Technik Museum Sinsheim, welches er auch als Präsident über viele Jahre entscheidend prägte. 1991 folgte die Eröffnung des Technik Museums Speyer. Die beiden Häuser erlangten weltweite Bekanntheit und bilden zusammen das größte Technikmuseum Europas. Heute zählt der gemeinnützige Förderverein Auto + Technik Museum Sinsheim weltweit über 3500 Mitglieder – Tendenz steigend.

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Zeit seines Lebens wurde Eberhard Layher mit zahlreichen Ehrungen bedacht. Unter anderem erhielt er das Bundesverdienstkreuz, den Ehrenring der Stadt Güglingen, die Karl-Wilhelmi-Ehrenmünze der Stadt Sinsheim und die Verdienstmedaille der Domstadt Speyer. Er galt als leidenschaftlicher, weltoffener Unternehmer, der stets heimatverbunden blieb. Traf man ihn auf öffentlichen Veranstaltungen, dann waren die Gespräche immer von großer Bescheidenheit geprägt, den Millionär ließ er sich nie anmerken. Darüber hinaus war er passionierter Jäger und Waldbesitzer, der gerne viel Zeit in der Natur verbrachte. Eberhard Layher verstarb 2012 im Alter von 91 Jahren in seinem Heimatort Güglingen-Eibensbach. Die Museen werden heute von seinem Sohn Herrmann geleitet.

Die Finanzierung erfolgt ausschließlich durch Eintrittsgelder, Spenden sowie Mitgliedsbeiträge. Alle Überschüsse werden zur Erhaltung und zum Ausbau der Museen verwendet. Die Technik Museen Sinsheim Speyer zeigen zusammen auf mehr als 200 000 Quadratmetern über 6000 Exponate aus allen Bereichen der Technikgeschichte in einer weltweit einzigartigen Vielfalt. Vom U-Boot bis zum Oldtimer, von der Concorde bis zum Space-Shuttle Buran ist alles vertreten. Neben den Dauer- und wechselnden Sonderausstellungen gibt es zahlreiche Fahrzeug- und Clubtreffen sowie Events. An 365 Tagen im Jahr geöffnet, ziehen die Museen und die beiden Imax-Kinos über eine Million Besucher im Jahr an. zg

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