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Dom - In vier Gottesdiensten feiern 700 Verheiratete Ehejubiläum / Bischof Wiesemann zurück am Altar

Ein Mutmacher für die Paare

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Bei der Ehejubiläumsfeier hält der aus einer langen psychosomatischen Kur zurückgekehrte Bischof Karl-Heinz Wiesemann (links) den feierlichen Gottesdienst im Speyerer Dom. © Bistum/Klaus Landry

Speyer. „Liebe miteinander leben“ – unter diesem Leitwort feierten am Wochenende rund 700 Ehepaare ihr Ehejubiläum. Die vier Gottesdienste im Speyerer Dom wurden von Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und Weihbischof Otto Georgens zelebriert. Gekommen waren Eheleute aus der gesamten Diözese, die Silberne, Goldene, Diamantene Hochzeit oder ein anderes Jubiläum begingen.

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In seiner Predigt nannte Bischof Wiesemann die Feier der Ehejubiläen ein „wunderbares Mutmachereignis im Dom und für das Bistum“. „Sie haben die Liebe gewagt im tiefen Vertrauen, dass da etwas ist, das trägt“, wandte er sich an die Jubilare. „Gott selbst ist das Mutmachgeheimnis unseres Lebens. Er ist die Liebe, die stärker ist als alles andere.“ Der Bischof sprach auch von den „Durststrecken“, die zu einer Ehe wie zum Leben insgesamt gehörten. Da helfe nicht Panik, sondern Zeit, die man sich und anderen gewähren solle. Die Ehe sei „eine Schule der liebenden Aufmerksamkeit“, sagte der Bischof. Dazu gehöre das Sehen und den anderen nicht in eine Schublade zu stecken. Aber auch das Hören, auf die immer wieder neuen Fragen und Herausforderungen im Leben des Partner, der Kinder und der Enkelkinder. „Wie viel könnte in unserer krisengeschüttelten Zeit in Kirche und Gesellschaft anders sein, wenn wir mehr einander sehen, einander hören und miteinander sprechen würden“, ermutigte Wiesemann.

Weihbischof Georgens wies in seinen beiden Gottesdiensten auf aktuelle Jugendstudien hin: Darin gibt eine Mehrheit der Jugendlichen an, sich nach wie vor die dauerhafte Zweisamkeit bis hin zur Heirat zu wünschen. „Eine stabile Partnerschaft gilt nach wie vor als ideal.“ Dabei sei klar, „dass das Gelingen nicht ausschließlich in der eigenen Hand liegt, sondern dass wir mit Gottes Hilfe auf das Gelingen hoffen“. Eine Garantie gebe es freilich nicht, so Georgens. „Die Liebe zweier Menschen bleibt immer ein Geheimnis, das über alle Regeln und alles Machbare hinausgeht.“ Der Weihbischof betonte mit Bezug auf Papst Franziskus: „Stützende, wertschätzende Rituale des Alltags sind wohl das Salz einer gelingenden Beziehung.“

Die Gottesdienste waren verbunden mit einer Einzelsegnung der Ehepaare durch Bischof und Weihbischof sowie Mitglieder des Domkapitels. is

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