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Diakonissen - 20 Jahre autorisiertes Zentrum für Validation werden gefeiert

Empathie als Grundlage

Von 
zg
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Dr. Ute Gehrke (v. l., Leitung Bildungszentrum im Mutterhaus der Diakonissen Speyer), Hedwig Neu (Leitung Autorisiertes Zentrum für Validation), Oberin Sr. Isabelle Wien (Vorstandsvorsitzende Diakonissen Speyer), Vicki de Klerk-Rubin (Validation Training Institute), Dr. Dietmar Kauderer (Diakonissen Speyer), Doris Wiegner (Pflegedirektorin, evangelisches Krankenhaus Bad Dürk-heim), Karlheinz Burger (Diakonissen Speyer) und Bianca Pfeuffer (Diakonissen Speyer) beim Festakt. © Landry

Speyer. „Dank Menschen wie Hedwig wird mein Erbe aufblühen“, freute sich die 89-jährige Naomi Feil in ihrer Videobotschaft aus Oregon (USA) an die Diakonissen Speyer. Feil ist die Begründerin der Validation, einer ganzheitlichen Kommunikationsmethode zur Begleitung von alten Menschen mit Demenz auf der Basis von Wertschätzung und Empathie. Dank Validationsanwendern wie Hedwig Neu, seit 2005 Leiterin des Autorisierten Zentrums für Validation in Wachenheim, wird diese Methode in vielen Seniorenzentren der Diakonissen Speyer und im Evangelischen Krankenhaus Bad Dürkheim seit 20 Jahren praktiziert.

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Validation wahre die Würde von Menschen in Grenzsituationen des Lebens und sei ein lebendiger Bestandteil der Kultur von diakonischen Einrichtungen, unterstrich Vorstandsvorsitzende Oberin Sr. Isabelle Wien in ihrer Würdigung bei der Jubiläumsfeier im Fliednersaal des Mutterhauses der Diakonissen Speyer. Diese wurde pandemiebedingt per Livestream zu den Validationsanwendern an den unterschiedlichen Standorten des Trägers übertagen.

„Mit ihrer empathischen Biografiearbeit zaubern Sie ein Leuchten in die Augen der alten Menschen“, attestierte Sr. Isabelle „allen Zauberern“ in den Einrichtungen der Diakonissen Speyer. Für die „Kunst zur Sorge“ dankte Bianca Pfeuffer, Vorstand Unternehmensentwicklung der Diakonissen Speyer, Hedwig Neu und ihrem Validationsteam: „In 20 Jahren stand bei Ihnen immer der Mensch im Mittelpunkt.“

Im Alltag unverzichtbar

Doris Wiegner, Pflegedirektorin des evangelischen Krankenhauses Bad Dürkheim, erinnerte in ihrer Grußbotschaft an die Vorbehalte Ende der 1990er Jahre gegenüber der Kommunikationsmethode nach Naomi Feil. Auch sie hätte sich zunächst gefragt, was die hoch technisierte Krankenhauswelt mit Validation zu tun habe, bevor im Jahr 2010 im Rahmen eines Forschungsprojektes der erste geschützte Bereich für Patienten mit Demenz eröffnet wurde. 2017 wurde das evangelische Krankenhaus Bad Dürkheim als weltweit erste Klinik vom Validation Training Institute, der Non-Profit-Organisation Naomi Feils, zertifiziert. „Heute möchte ich auf die positiven Auswirkungen im Klinikalltag nicht mehr verzichten“, betonte Pflegedirektorin Wiegner.

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Die Glückwünsche des Validation Training Institute überbrachte Vicki de Klerk-Rubin, Tochter von Naomi Feil, die anlässlich der Re-Zertifizierung der Seniorenzentren der Diakonissen Speyer in Haßloch, Kandel und Wörth am Unternehmenssitz Speyer mitfeiern konnte. Sie attestierte allen Validationsanwendern Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft, Wegbegleiter in den Schuhen des desorientierten alten Menschen zu sein. „Die Biografiearbeit, die die Validation leistet, ist ein Brückenbauen oder wie ein Schlüssel zum vergessenen Leben der dementen Menschen“, so de Klerk-Rubin. Sie blicke mit Staunen und Respekt auf das unermüdliche Engagement von Hedwig Neu, die seit 1998 eine wichtige Multiplikatorin für die Validation rund um die Welt sei. zg

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