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Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus - Achtstöckige Fassade zum Weltfrühgeborenentag im Lila der Kampagne angestrahlt

Frühchen ins Rampenlicht gerückt

Von 
zg
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Am Weltfrühgeborenentag lassen rund 70 LED-Fluter mit einer Gesamtleistung von 65 Kilowatt drei Seiten des Diakonissen-Stiftungs-Krankenhauses über acht Stockwerke weithin sichtbar lila leuchten. © Venus

Speyer. Gemeinsam mit zahlreichen Kliniken in Europa hat das Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer am Weltfrühgeborenentag 17. November Frühchen ins Rampenlicht gerückt: Von 17 bis 23 Uhr erstrahlte das achtstöckige Gebäude mit zahlreichen Anbauten im Lila der Kampagne, mit der die internationale Elternvereinigung European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) am weltweiten Aktionstagauf Frühgeburten und ihre Folgen aufmerksam macht.

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In Deutschland kommen rund 60 000 Kinder zu früh zur Welt, weltweit jedes zehnte Neugeborene. Das macht Frühchen zur größten Kinderpatientengruppe. Am Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus Speyer, der mit jährlich gut 3500 Geburten größten Geburtsklinik in Rheinland-Pfalz, hat das neonatologische Ärzte- und Pflegeteam unter Leitung von Chefarzt Dr. Hans-Jürgen Gausepohl 2021 in enger Zusammenarbeit mit der modernen Geburtshilfe des Hauses bereits rund 60 Kinder mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm versorgt.

Betroffene Eltern sind nicht allein

Am Weltfrühgeborenentag soll auf Probleme und Risiken für die weitere Entwicklung dieser Kinder aufmerksam gemacht werden. „Uns ist wichtig, dass die Situation von Frühgeborenen noch stärker wahrgenommen wird“, betont Gausepohl. Während die Geburt ihres Kindes für die meisten Eltern das schönste Ereignis darstellt, bedeute sie für Eltern von Frühgeborenen oft eine enorme Belastung bis hin zur Traumatisierung. Frühgeborenesind aufgrund ihrer Unreife wesentlich empfindlicher und haben daher höhere Risiken als Termingeborene.

Die Belastung beginne oft schon vor Geburt durch Maßnahmen zur Abwendung einer drohenden Frühgeburt. Die Sorgen sind während der stationären Versorgung ständig präsent und lassen sich nicht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus ablegen. Hierdurch kommt es langfristig zu einer deutlichen Belastung der gesamten Familie. „An diesem Tag soll unter anderem den betroffenen Familien signalisiert werden, dass sie in dieser Situation nicht allein sind“, unterstreicht der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin.

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„Wenn eine Frühgeburt nicht vermeidbar ist, können wir im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus als so genanntes Level-1-Zentrum Geburten ab der 23. Schwangerschaftswochebegleiten“, sagt Dr. Gausepohl. 2020 wurden in der 515-Betten-Klinik neun Frühchen in dieser Phase der Schwangerschaft geboren. „Zum Glück kommen die allermeisten Kinder gesund und nicht zu früh auf die Welt. Aber wo unsere Hilfe nötig ist, sindwir bestens dafür aufgestellt, und das, in unmittelbarer Nähe zu den Kreißsälen“, sagt Gausepohl. Dies gebe Eltern Sicherheit. zg

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