Bistum

Gemeinsam lernen und hinschauen

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Speyer. Gemeinsam lernen, genau hinzuschauen und für Risiken aufmerksam zu werden. Die Koordinationsstelle Prävention im Bistum Speyer hat jetzt erstmals eine Fortbildung zum Thema „Entwicklung eines institutionellen Schutzkonzeptes“ angeboten. Teilgenommen haben 16 Seelsorger aus den Pfarreien und dem Bischöflichen Ordinariat. Präventionsbeauftragte Christine Lormes erläutert im Gespräch die Ziele und Maßnahmen, die mit der Entwicklung der Schutzkonzepte im Bistum Speyer verbunden sind.

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Wie kommt es, dass Sie zu diesem Thema eingeladen haben?

© Bistum

Christine Lormes: Das Bistum hat zu Beginn des Jahres die Initiative „Sicherer Ort Kirche“ gestartet. Die Auftaktveranstaltung fand im Januar mit Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und dem Jesuit Klaus Mertes statt. Einrichtungen, Verbände und Pfarreien im Bistum entwickeln Präventionskonzepte, die einen Kulturwandel zu mehr Wachsamkeit und Achtsamkeit bewirken sollen. Mit der Initiative wollen wir lernen, genau hinzuschauen und Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Auch hilfsbedürftige Erwachsene sollen besser beschützt werden. Dabei spielt die Entwicklung der institutionellen Schutzkonzepte eine zentrale Rolle.

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Welche Inhalte wurden in der Fortbildung behandelt?

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Lormes: In der Fortbildung haben wir über die Bedeutung eines Schutzkonzeptes für die Prävention von sexualisierter Gewalt gesprochen. Dabei geht es vor allem darum, auf mögliche Gefahren aufmerksam zu werden und das eigene Handeln zu reflektieren, wo Risiken für Kinder und Jugendliche bestehen. Dann werden gezielte Maßnahmen entwickelt, wie der Schutz verbessert werden kann. Sie finden als Bausteine in das institutionelle Schutzkonzept Eingang. Konkret ging es in der Fortbildung auch um die Frage, wer bei der Entwicklung eines Schutzkonzeptes zu beteiligen ist und wie die richtigen Schritte aussehen. Die jeweilige Leitung trägt die Verantwortung dafür, dass der Prozess angestoßen wird und die Konzepte implementiert werden.

Wird es weitere Angebote zum Thema geben?

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Lormes: Wir werden weitere Fortbildungen zu diesem Thema anbieten, wie im Übrigen auch zu anderen Aspekten der Prävention. Zielgruppe sind aktuell vor allem die Seelsorgerinnen und Seelsorger. Außerdem bieten wir eine Arbeitshilfe zum Thema an. Sie besteht aus acht Heften und dient als Hilfestellung für Einrichtungen, Verbände und Pfarreien, die ihr eigenes Präventionskonzept entwickeln wollen. In den Heften geht es unter anderem um Schutz- und Risikofaktoren, Personalentwicklung, Verhaltensregeln, Beschwerdewege, Qualitätsmanagement und Interventionsmaßnahmen. Die Hefte können beim Bistum Speyer bestellt werden, stehen in digitaler Form, aber auch auf der Internetseite bereit. Für die Kindertagesstätten gibt es darüber hinaus eine Arbeitshilfe, die speziell auf deren Anforderungen zugeschnitten ist. Einmal im Monat bietet mein Kollege Olaf von Knobelsdorff zudem künftig eine digitale Sprechstunde zum Thema der institutionellen Schutzkonzepte an. Außerdem planen wir Austauschtreffen für Mitarbeitende, die bei der Entwicklung des institutionellen Schutzkonzepts in ihrer Einrichtung schon fortgeschritten sind. is

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Info: Bistum Speyer

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