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Bistumsarchiv - Unterlagen aus mehr als 200 Pfarreien aus Pfalz und Saarland weitgehend erschlossen

Großaufgabe Zentralisierung ist vorläufig abgeschlossen

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Das Bistumsarchiv umfasst die Akten von 346 ehemaligen Pfarreien. Zwischen 2014 und 2016 sind sie nach Speyer gekommen. Jetzt sind die Unterlagen komplett geordnet. © Bischöfliche Pressestelle

Speyer. Für das Bistumsarchiv war es eine Mammutaufgabe, die in diesen Tagen ihren vorläufigen Abschluss gefunden hat: die Bearbeitung der Archive der alten Pfarreien, die im Zuge der Gründung 70 neuer größerer Pfarreien zum 1. Januar 2016 in der Domstadt zentralisiert wurden. Dank der Sichtung der Unterlagen und der Verzeichnung in der Archivsoftware „Augias“ ist jetzt für die Mitarbeiter des Archivs ein schnellerer Zugriff auf die Akten bei Anfragen aus Pfarreien und von Forschenden möglich.

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346 Pfarreien zählte das Bistum vor der Strukturreform „Gemeindepastoral 2015“. Zwar waren schon in den Jahrzehnten zuvor Pfarrarchive im Bistumsarchiv gelagert worden, doch die meisten Unterlagen wurden noch direkt vor Ort in den Gemeinden aufbewahrt. In den Jahren 2014 bis 2016 kamen die meisten der vor Ort – teilweise nicht fachgerecht – untergebrachten Akten, Pläne, Fotos und Kirchenbücher der alten Pfarreien aus älterer Zeit nach Speyer.

Da die Platzkapazitäten in den Magazinräumen in der Kleinen Pfaffengasse bei Weitem nicht mehr ausreichten, musste eigens ein Außenmagazin angemietet werden. „Rund 1000 Umzugskartons wurden aus allen Dekanaten in das neu eingerichtete Magazin transportiert. Die Pfarrarchive mussten begutachtet, geordnet, verzeichnet und in Archivkartons verpackt werden“, erläutert Archivleiter Dr. Thomas Fandel.

Ursprünglich war mit einer deutlich längeren Bearbeitungszeit gerechnet worden. Doch weil aufgrund der Corona-Pandemie Außeneinsätze des Archivteams viele Monate nicht mehr möglich waren und der Lesesaal der Einrichtung immer wieder geschlossen werden musste, konnten sich die Archivmitarbeitenden im Außenmagazin ganz auf die Pfarrarchive konzentrieren. „Besonders Jutta Hornung, die die Hauptlast der Bearbeitung trug, hat in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet“, betont Fandel. In den abschließenden Tagen habe mit der Frankenthaler Pfarrei St. Ludwig das letzte und zugleich vom Umfang her größte Pfarrarchiv einen Platz in den Archivregalen gefunden.

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„In erster Linie werden die Archivalien für die Pfarreien selbst genutzt“, betont Fandel dazu. So recherchiert das Bistumsarchiv bei Fragen zu Taufen und Firmungen, nach Bauunterlagen oder auch für die Erstellung von Jubiläumsschriften. Zudem nutzen Historiker die Akten für ihre Forschungen, beispielsweise über die NS-Zeit, über karitatives Engagement in den Pfarreien oder die Baugeschichte von Kirchen.

In bester Ordnung

Nachdem sich das Außenmagazin jetzt in bester Ordnung präsentiert, werden sich weitere Abgaben, die immer wieder in den Pfarreien anfallen, leichter und schneller in die bisherigen Bestände einfügen lassen. „Wir haben eine wichtige Etappe bewältigt, letztlich bleibt die Pflege der Pfarrarchive aber eine Daueraufgabe für das Bistumsarchiv“, so Fandel. is

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