Partnerdiözese in Ruanda - Caritas in der Diözese Cyangugu hilft Corona-Betroffenen / Priester in der Krankenpflege eingesetzt Große Fluktuation bei Ärzten und Pflegekräften

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Cyangugu/Speyer. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen machen auch den Menschen in Ruanda weiterhin sehr zu schaffen. Abbé Théogène Ngoboka, Caritas-Direktor in der ruandischen Partnerdiözese des Bistums Speyer, Cyangugu, berichtet in einem Schreiben an Weihbischof Otto Georgens über Hilfsprojekte der Caritas vor Ort, die durch Unterstützung aus dem hiesigen Bistum überhaupt erst ermöglicht wurden, und über die aktuelle Situation in dem ostafrikanischen Land.

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Um hohe Infektionszahlen zu vermeiden, gilt in der Hauptstadt Kigali eine totale Ausgangssperre. Auch die Schulen sind dort im Gegensatz zum übrigen Land geschlossen. In anderen Gebieten dürfen die Menschen zwar wieder arbeiten, aber den Distrikt, in dem sie leben, nicht verlassen. Seit Mitte Januar haben im ganzen Land die Kirchen nicht mehr geöffnet, nur noch Begräbnisfeiern mit bis zu 30 Teilnehmern dürfen stattfinden.

Projekt gibt Familien Hoffnung

Wie Abbé Théogène Ngoboka schreibt, hat die Caritas in Cyangugu damit begonnen, Menschen, die unter den Folgen der Pandemie leiden, unter anderem durch Lebensmittelspenden zu helfen. „Dieses Projekt gibt den Familien wieder Hoffnung“, berichtet der Caritas-Direktor.

Ermöglicht werde das dank der finanziellen Unterstützung des Bistums Speyer und der Partnergemeinden Waldsee, Kaiserslautern-Erfenbach und Kaiserslautern St. Martin. Im November 2020 waren vom Bistum und den Pfarreien 50 000 Euro für die unter den Folgen der Pandemie leidenden Menschen in der ruandischen Partnerdiözese sowie weitere 50 000 Euro für das Krankenhaus St. Joseph in Mibilizi zur Verfügung gestellt worden.

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Weihbischof Otto Georgens als Bischofsvikar für weltkirchliche Aufgaben hatte das Krankenhaus in Mibilizi bei einer Ruanda-Reise im Jahr 2012 besucht. Bisher wurde die Klinik, deren Schwerpunkt in der Geburtshilfe liegt, unter anderem durch den Neubau einer Wäscherei unterstützt, was Abbé Théogène Ngoboka dankbar erwähnt.

Ein großes Problem sei der Mangel an medizinischer Ausrüstung und an Pflegepersonal, so der Caritas-Direktor. Es gebe eine große Fluktuation bei Ärzten und Krankenpflegern in dem in einer ländlichen Region liegenden Krankenhaus, in dessen Einzugsbereich über 250 000 Menschen leben.

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Um eine dauerhafte Lösung für den Personalmangel zu finden, habe der Bischof der Nachbardiözese Gikongoro entschieden, junge Priester in die medizinische Ausbildung zu schicken. Der Bischof sei auf der Suche nach Mitteln, um weiteren Priestern die Ausbildung zu ermöglichen.

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Die Partnerschaft der Diözese Speyer mit der Diözese Cyangugu besteht seit dem Jahr 1982 und wurde zur Partnerschaft des Landes Rheinland-Pfalz mit Ruanda geknüpft. „Seitdem bestehen vielfältige Verbindungen zwischen den beiden Diözesen, durch verbindliche Beziehungen zwischen Pfarreien und Verbänden der beiden Diözesen“, berichtet Weihbischof Georgens. is