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Speyerer Dom - Eisenteil schlägt neben dem Altar auf

Keil bricht aus Gewölbe

Von 
bjz
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Vorne liegt der Eisenkeil, der aus dem Dombogen stammt. © Domkapitel Speyer

Speyer. Der Schreck fuhr den Gottesdienstbesuchern mächtig in die Glieder. Am Ende der Frühmesse, gegen 7.30 Uhr, krachte am Dienstag ein 329 Gramm schwerer Eisenkeil auf den Boden des Speyerer Doms – direkt neben Opferkerzenständern vor den Stufen zum Pfarraltar. Verletzt wurde niemand. Es habe sich auch zu diesem Zeitpunkt keiner der rund 15 Gottesdienstbesucher, Zelebranten oder Messdiener in der Nähe aufgehalten. Gleichwohl hallte der Aufprall laut und vernehmlich nach.

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Suche mit Metalldetektor

Bei dem etwa sechs mal sieben Zentimeter großen Eisenstück handelt es sich nach Einschätzung von Dombaumeisterin Hedwig Drabik vermutlich um einen Sicherungskeil aus dem 18. Jahrhundert. Er könnte sich demnach aus der Baunaht zwischen dem romanischen und dem barocken Teil des Doms gelöst haben. „Keile wie dieser wurden wohl im Rahmen von Sicherungsmaßnahmen der Barockzeit eingesetzt, damit der Kraftschluss wiederhergestellt wird. Sie sind daher auch normalerweise nicht sichtbar“, erklärt die Dombaumeisterin in einer Pressemitteilung der Bischöflichen Pressestelle. Der Bereich, ein schmaler Streifen auf der linken Seite im Treppenbereich direkt vor dem Altarraum, wurde gesperrt. Es sei indessen keine Gefahr im Verzug. Die Gottesdienste könnten ganz normal und ohne Einschränkung gefeiert werden. Das Domgewölbe sei dadurch auch nicht einsturzgefährdet, beruhigen die Experten.

Auf die Dombaumeisterin kommen allerdings ein paar Extra-Arbeiten zu. Mit einem Hubsteiger wird sie den Bereich zwischen romanischem barockem Gebäudeteil aus nächster Nähe in Augenschein nehmen und auf weitere lose Keile oder andere Teile untersuchen, die herabfallen könnten. Weil solche Sicherungskeile – wie beschrieben – in der Regel nicht zu sehen sind, werde sie wohl auch mit einem Metalldetektor suchen, sagt Friederike Walter vom Dom-Kulturmanagement. 

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