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Benefizaktion - Karl-Heinz Wässa zeichnet Bilder für den guten Zweck und lässt sie von Malu Dreyer und Bischof Wiesemann signieren

Mandalas für die Sinziger Lebenshilfe

Von 
Jürgen Gruler
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Speyer. Er ist ein Urgestein der Speyerer Geschäftswelt und ein großer Förderer der Lebenshilfe, deren Ehrenmitglied er ist. Wenn sich der 93-jährige Karl-Heinz Wässa in seinem Haus an den Schreibtisch setzt und einen der feinen Buntstifte in die Hand nimmt, dann ist es wie ein Wunder: Die Hand hört auf zu zittern und Wässa malt in einer Exaktheit Mandalas, wie ich es mir nie zutrauen würde. Und in Sachen Farbenlehre macht dem früheren Besitzer der größten Handlung für Farben, Bodenbeläge und Malerbedarf eh niemand etwas vor. Heraus kommen Bilder voller Lebensfreude, die jetzt für den guten Zweck verkauft werden sollen.

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„In Sinzig sind zwölf junge Menschen mit Behinderung beim Ahr-Hochwasser ums Leben gekommen. Ich will mit dem Erlös aus den Bildern helfen, das Heim wieder aufzubauen und sicher zu machen“, sagt Karl-Heinz Wässa. Von seinem Vorhaben hat er Peter Bödeker erzählt, dessen Vater einer der besten Freunde Wässas war und der seit einiger Zeit die Leistungsgemeinschaft „Herz Speyer“ leitet. Zusammen mit ein paar politischen Drähten gelang es dann, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu überzeugen, die Aktion zu unterstützen und die mehr als 150 Mandalas zu signieren. „Ich habe die gute Sache selbstverständlich gerne unterstützt“, sagt sie. Und auch den kirchlichen Segen hat die Benefizaktion schon bekommen, denn der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann hat die Bilder ebenfalls unterschrieben. So kommen ungewöhnliche Unikate zustande, denn jedes Bild ist anders und alle sind handgemalt.

Karl-Heinz Wässa wird beim Verkauf unterstützt von Bürgermeisterin Monika Kabs, OB Stefanie Seiler, seiner Tochter Sabine Türck und dem Vorsitzenden der Leistungs-gemeinschaft „Herz Speyer“ Peter Bödeker. © Gruler

Da brauchte es dann noch einen Sponsor für die Rahmen – und der fand sich im dm-Drogeriemarkt in der Maximilianstraße. Und ein wenig städtische Schützenhilfe kam auch noch hinzu, denn Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler und Bürgermeisterin Monika Kabs haben bei ihrem Besuch bei Karl-Heinz Wässa versprochen, Rathausbesucher zum Kauf des einen oder anderen Mandalas zu bewegen. „Es ist doch toll, wie sich Karl-Heinz Wässa in diesem hohen Alter noch für die gute Sache engagiert. Das können und müssen wir unterstützen“, sind sich die beiden Damen einig.

Verkauf bei der Kult(o)urnacht

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Aber wo kann man jetzt die Mandalas erwerben. Beispielsweise am Freitagabend bei der Kult(o)urnacht in Speyer am Stand beim Dom. Mindestgebot sind immer 50 Euro, damit auch was zusammenkommt. Und natürlich kann gerne auch mehr bezahlt werden. „Ein Arzt, den ich kenne, hat mir schon eins für 1000 Euro abgekauft, weil er etwas für die Lebenshilfe tun möchte. Ich würde mich freuen, wenn wir alle Mandalas verkaufen könnten und so eine stattliche Summe für den Wiederaufbau in Sinzig zustande käme“, sagt der betagte Künstler und lächelt. Eine wirklich gute Sache.

Chefredaktion Jürgen Gruler ist Chefredakteur der Schwetzinger Zeitung.

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