Maske an – Maske aus

Jürgen Gruler wundert sich über coronare Regelunterschiede

Von 
Jürgen Gruler
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Ja wirklich, es ist kompliziert geworden, wenn man heutzutage etwas Essen gehen will und damit sein Scherflein zur Unterstützung der coronagebeutelten Gastronomie beitragen möchte. In Speyer muss man die Maske aufsetzen, um im Biergarten an einen Tisch sitzen zu dürfen. Und auch, um die Toilette im Wirtshaus besuchen zu können. Gleichzeitig ist dort aber der Warmwasserhahn unterm Waschbecken ausgestellt, so dass es beim Händewaschen nicht ganz so hygienisch zugeht, wie es sollte. Also schreiten wir am besten danach zum Eingang des Biergartens, um einen Schuss Desinfektion über die Hände zu gießen. Die Flasche hätte man auch gleich am Waschbecken im Klo hinstellen können.

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Überm Rhein in Schwetzingen ist die Lage einfacher, da marschiert der Gast ganz ohne Maske in den Biergarten und sogar auch ins Innere des Lokals, wenn es der Wirt erlaubt und er sich nicht an der Ratschlag der Landesregierung halten möchte, lieber eine Maske zu tragen. Da kommt einem auch die eine oder andere Bedienung ganz selbstverständlich mit der heruntergezogenen Maske im Außenbereich entgegen – und das obwohl doch in Baden-Württemberg die Fallzahlen höher als in Rheinland-Pfalz sind. Da sage noch einer, der Pfälzer sei kein vorsichtiger Mensch. Also: Vor dem Essen immer erst die Hinweise genau durchlesen.