AdUnit Billboard
Speyer

Neubau der Kita Regenbogen: Stadt reagiert mit einer Stellungnahme

Von 
zg
Lesedauer: 
Kinderspielzeug hängt in einer Kindertagesstätte. © Julian Stratenschulte

Speyer. Mit einer harschen Stellungnahme reagiert die Bürgerinitiative Kita Regenbogen auf die Pläne der Stadtverwaltung zum Neubau der Einrichtung. Nun reagiert die Stadt auf die Vorwürfe.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Die Stadtverwaltung Speyer beruft sich darauf, dass sie am Freitag, 2. Juli, informiert habe, „hat das Bürgerbegehren der Bürgerinitiative „Für unsere Kinder – Für unsere Umwelt – Für politische Transparenz“ den Neubau der Kita Regenbogen betreffend, das erforderliche Unterstützerquorum um 30 gültige Unterschriften verfehlt.“

Weiter heißt es in der Mitteilung von Mittwoch: „Gemäß § 17a Abs. 4 GemO hat nun der Stadtrat nach Anhörung der das Bürgerbegehren vertretenden Personen über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens zu entscheiden. Die geschieht in der digitalen Stadtratssitzung am Donnerstag, 15. Juli 2021 unter Tagesordnungspunkt 2. Wie es die Gemeindeordnung vorsieht, wird es keine Aussprache zum Thema geben. Der Stadtrat wird einen rechtsgültigen Beschluss gemäß den geltenden demokratischen Spielregeln fassen.“

„Die Vorwürfe, die seitens der Bürgerinitiative gegen die Stadt Speyer geäußert werden, irritieren mich ebenso, wie die in den Medien getätigten Aussagen mancher gewählter Mandatsträger und -trägerinnen, die den demokratischen Beschluss selbst gefasst haben. Es ist eine Tatsache, dass das Unterstützerquorum verfehlt wurde – um wie viele Stimmen ist unerheblich, da weder ein Ermessensspielraum noch eine Verhältnismäßigkeitsprüfung der Verwaltung vorgesehen und möglich ist. Die in der Gemeindeordnung festgelegten Regeln sind eindeutig und gelten für alle. Das sind die Spielregeln und Mechanismen unser parlamentarischen Demokratie, an die wir uns alle halten müssen und diese sehen eben nicht vor, dass man so lange neu wählen oder Unterschriften nachreichen kann, bis das gewünschte Ergebnis erreicht wurde. Manchmal entscheiden nur wenige Stimmen. Dies zu akzeptieren, gehört auch zum Wesen einer Demokratie“, unterstreicht Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler in der Mitteilung.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Nachdem die Bürgerinitiative bereits im März 2021 aufgrund der Corona-Bedingungen um Fristverlängerung für die Unterschriftensammlung gebeten habe, „hat der Petitionsausschuss des Landes Rheinland-Pfalz nach einer Stellungnahme der Landesregierung unmissverständlich festgestellt, dass die Frist, die zum Sammeln der Unterschriften eingeräumt ist, allgemein festgesetzt und eine Verlängerung auch per Einzelfallentscheidung nicht möglich ist“, heißt es weiter. Darüber hinaus sei die viermonatige Frist im Vergleich zu anderen Bundesländern, die nur sechs oder acht Wochen einräumen, schon sehr großzügig gefasst.

„Auch wenn das Bürgerbegehren am Unterstützerquorum gescheitert ist, steht und stand es den Stadtratsfraktionen selbstverständlich stets frei, ihre öffentlich getätigten Aussagen mit Taten zu untermauern und einen Änderungsantrag zum Beschluss einzubringen, der im Dezember im Stadtrat mehrheitlich gefasst wurde. Ein Änderungsantrag ist genau das demokratische Werkzeug, das es – trotz des gescheiterten Bürgerbegehrens – noch ermöglichen würde, das von der Bürgerinitiative gewünschte Ergebnis herbeizuführen“, führt die Oberbürgermeisterin aus.

Von der Möglichkeit des Änderungsantrags, auf welche Stadtchefin schon wiederholt und früh im Prozess aufmerksam gemacht hat, habe bislang keine Fraktion Gebrauch gemacht.

Mehr zum Thema

Kita Regenbogen

Bürger haben sich klar positioniert

Veröffentlicht
Von
zg
Mehr erfahren
Speyer

Neubau der Kita Regenbogen: Mitsprache doch nicht erwünscht?

Veröffentlicht
Von
zg
Mehr erfahren
Kita Regenbogen

2500 Speyerer wollen einen Bürgerentscheid

Veröffentlicht
Von
zg
Mehr erfahren
Gemeindeentwicklung

Kita soll nach Sommerpause in Betrieb gehen

Veröffentlicht
Von
Benjamin Jungbluth
Mehr erfahren
AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1