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Katastrophenschutz

Neue Sirenen mithilfe des Landes finanziert

Durchsagen an Bevölkerung möglich

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zg
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Speyer. Spätestens seit der Flutkatastrophe im Ahrtal wird in Rheinland-Pfalz der Warnung der Bevölkerung vor akuten Gefahren – beispielsweise mittels Sirenen – wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Bund und Land haben ein entsprechendes Förderprogramm aufgelegt, von dem nun auch die Stadt Speyer profitiert. Das teilt die Pressestelle der Verwaltung mit.

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„Sirenen mögen in Zeiten von Smartphones und Internet auf den ersten Blick antiquiert wirken. Tatsache ist: Mit keinem anderen System kann die Bevölkerung so schnell, umfassend und flächendeckend vor akuter Gefahr gewarnt werden, wie mit Sirenen. Diese erreichen die Menschen auch, wenn gerade der Akku des Smartphones leer ist oder man vielleicht gar keins besitzt“, unterstreicht Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler.

„Die unterschiedlichen Warn-Möglichkeiten müssen Hand in Hand gehen, um viele, möglichst alle Menschen zu erreichen, die sich in Gefahr befinden“, ergänzt Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Eymann: „Außerdem sind die Sirenen auch für die Alarmierung der Feuerwehrkräfte bei Großeinsatzlagen von Bedeutung, weil sie auch jene Kräfte erreichen können, die die digitalen Funkmeldeempfänger aufgrund äußerer Umstände beispielsweise gerade nicht hören.“

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Die Förderung von Bund und Land sieht die Installation von elektronischen Sirenen vor, die auch Sprachdurchsagen ermöglichen. Diesehaben den großen Vorteil, dass die Bürger per Durchsage direkt erfahren, was zu tun ist, auch wenn sie die unterschiedlichen Sirenentöne und ihre Bedeutung nicht kennen. Der Stadt Speyer liegen inzwischen Bewilligungsbescheide für fünf dieser modernen Sirenen vor. Insgesamt stehen 85 000 Euro für deren Anschaffung und Installation zur Verfügung.

Geplant sind folgende vier Standorte: Villa Ecarius in der Bahnhofstraße, Zeppelinschule, in der Neufferstraße, Feuerwehrgerätehaus Nord in der Spaldinger Straße und Alte Kläranlage im Schillerweg. Der fünfte Standort ist aktuell noch offen. Die Umsetzung der Maßnahme soll bis Ende 2023 erfolgen.

Insgesamt gibt’s dann 31 „Heuler“

Nach dem Ende des Kalten Krieges galten Sirenen für die flächendeckende Warnung der Bevölkerung vielfach als überflüssig, sodass der Bund das bestehende Netz nach und nach zurückgebaut hat. In diesem Zuge hat die Stadt Speyer in den Jahren 1995 und 1996 insgesamt 18 Sirenen aus dem Bestand des Bundes übernommen und mit den nur für die Alarmierung der Feuerwehr vorgesehenen Sirenen gekoppelt. Nach dem weiteren sukzessiven Ausbau verfügt die Stadt Speyer dann aktuell über ein Netz von 31 Sirenen. Diese sind nach dem letzten erfolgten Test im Juni 2022 alle funktionstüchtig.

Weitere Sirenen werden folgen, um noch vorhandene Lücken zu schließen, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. zg

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