Stadtwerke

Preise für Energie steigen drastisch

Durchschnittshaushalt zahlt monatlich 110 Euro mehr

Von 
zg/soda
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Speyer. Die Stadtwerke Speyer (SWS) erhöhen zum 1. Januar 2023 ihre Strom-, Erdgas- und Fernwärmepreise für Haushalte und Gewerbe deutlich. „Noch bis Ende des Jahres können wir unseren Kunden moderate Preise bieten, die weit unter dem Bundesdurchschnitt liegen“, sagt SWS-Geschäftsführer Wolfgang Bühring. Die deutlich höheren Beschaffungspreise wirkten sich nun immer mehr auf die Energiepreise aus, so Bühring und führt weiter aus: „Auch wir müssen Energie an den Großhandelsmärkten zu marktüblichen Preisen einkaufen, zudem steigen Netzentgelte und Umlagen an.“

Die Mehrwertsteuersenkung bei Erdgas und der Wegfall der EEG-Umlage bei Strom könnten die Erhöhungen abpuffern, aber nicht aufhalten. „Bei allen Erdgas-Sonderverträgen und dem überwiegenden Teil der Strom-Sonderverträge liegen wir ab 1. Januar unter dem angekündigten Preisdeckel der Bundesregierung. Damit leisten wir unseren Beitrag, dass die Energiekosten in diesen Krisenzeiten abgefedert werden können“, sagt der SWS-Chef.

Bezogen auf die letzte Preisanpassung steigen die Strom-Arbeitspreise für die Grundversorgung um 12,30 auf 43,55 Cent pro Kilowattstunde (kWh) brutto, der Grundpreis erhöht sich um 12 auf 132 Euro brutto im Jahr. Bei Erdgas werden die Arbeitspreise für die Grundversorgung bei einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 18 000 Kilowattstunden um 5,24 Cent auf 13,71 Cent pro Kilowattstunde brutto erhöht, der Grundpreis steigt um 6,15 Euro auf 118,50 Euro brutto pro Jahr. Die Arbeitspreise für Fernwärme-Tarifkunden steigen um 4,34 Cent auf dann 11,25 Cent pro Kilowattstunde. Der Grundpreis bleibt unverändert. Die Kosten für Wasser können ebenfalls stabil gehalten werden.

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In Bezug auf die letzte Preisanpassung zahlt ein Haushalt mit einem durchschnittlichen Erdgas-Jahresverbrauch von 18 000 Kilowattstunden 79,16 Euro pro Monat mehr. Beim Strom steigen die Kosten bei einem Jahresverbrauch von 2800 Kilowattstunden seit der letzten Erhöhung um 29,71 Euro im Monat an. Das heißt, dass der Jahreswechsel für einen Stadtwerkekunden rund 110 Euro Mehrkosten pro Monat mit sich bringt – 1320 Euro im Jahr allein für Energie.

Dezemberhilfe kommt

Alle Kunden werden in diesen Tagen per Brief über die Anpassungen informiert. Danach gehen separate Schreiben mit neu berechneten Abschlägen an Haushalte und Gewerbebetriebe. Die Zählerstände zum 31. Dezember können bis 6. Januar übers Kundenportal (www.stadtwerke-speyer.de/zaehlerstand) und die Mein Speyer-App mitgeteilt werden.

Die Regelungen zu den sogenannten Dezemberhilfen der Bundesregierung werden die SWS für ihre Kunden berücksichtigen. Zur konkreten Umsetzung folgen zeitnah Informationen. Auf der Homepage der Stadtwerke sind auch Informationen über einen Härtefallfonds zu finden für Bürger, die in finanziellen Schwierigkeiten sind durch die enormen Preissteigerungen im Energiebereich. zg/soda