Baustelle - Arbeiten finden aktuell in beheizten Zelten statt / Wintertemperaturen bremsen Beton- und Stahlbau noch aus Salierbrücke soll bis Ende des Jahres fertig sein

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Bernhard Zinke
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Speyer. An der Speyerer Salierbrücke wird nach einer kurzen Pause über Weihnachten und den Jahreswechsel weitergebaut. Das Regierungspräsidium Karlsruhe geht davon aus, dass es nun beim korrigierten Zeitplan bleiben kann. Demnach soll die Rheinbrücke bis Ende 2021 fertig saniert sein und wieder komplett für den Verkehr zwischen Rheinland-Pfalz und Nordbaden zur Verfügung stehen. „Das kriegen wir hin“, sagt Projektleiter Ralph Eckerle.

Die Schweißarbeiten an der Salierbrücke gehen in Zelten weiter. © Klaus Venus
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Allerdings haben die Arbeiten witterungsbedingt nur eingeschränkt starten können. Das Winterwetter macht der Baustelle zu schaffen. Nicht den Arbeitern sei es zu kalt, erläutert Eckerle. Vielmehr lässt sich das Material bei kalten Temperaturen nicht verarbeiten. Beispielsweise stünden nun Betonarbeiten an der Vorlandbrücke auf dem Plan. Beton und Stahl müssen jedoch mindestens fünf Grad warm sein, damit sie be- und verarbeitet werden können. „Wir können die Vorlandbrücke nun mal nicht insgesamt aufwärmen, bedauert der Projektleiter in Diensten des Regierungspräsidiums Karlsruhe.

Rheinbrücke Salierbrücke: Brückensanierung geht in letztes Jahr

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Giftstoffe zu 99 Prozent weg

Aus demselben Grund müssen auch mehrere Stahlbau-Maßnahmen noch warten. Gearbeitet wird allerdings in den Zelten, die sich an mehreren Stellen auf und unter der Brücke verteilen. Diese werden nämlich beheizt und schaffen somit eine Umgebungstemperatur, in der sich der Stahl bearbeiten lässt. Ansonsten erledige die Baufirma, was eben bei diesen Temperaturen gehe. Im Zeitplan seien kalte Wintertage eingeplant.

Deshalb ist Eckerle optimistisch, dass die Arbeiten bald zügig vorangehen können. „Ich bin mir sicher, dass wir keine weiteren Überraschungen erleben werden. Alles, was passieren kann, ist schon passiert“. Wegen mehrerer unvorhergesehener Dinge hatte das Regierungspräsidium die Sanierungsdauer der Brücke um rund ein Jahr verlängern müssen – und sich den Zorn der Bürger zugezogen. Unter anderem waren Stahl und Beton massiv mit hochgiftigem PCB belastet, womit keiner gerechnet hatte. Außerdem hatten die alten Baupläne nicht mit der Realität übereingestimmt.

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Die Giftstoffe seien nun zu 99 Prozent weg. Nur im Beton unter dem noch stehenden Geländer auf der Strombrücke befänden sich Reste, erläutert Eckerle. Aber das stelle kein Problem mehr dar. Zumindest die Corona-Krise hat die Baustelle bislang unbeschadet überstanden. Es seien keine Mitarbeiter erkrankt und ausgefallen. Die Baufirma setze nun alles daran, bis zum Ende des Jahres fertig zu werden. In der Öffentlichkeit sei ja an deren Eignung gezweifelt worden, erinnert der Projektleiter. „Das wollen die nicht auf sich sitzenlassen.“

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/region

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Autor Stellvertretender Leiter der Redaktion Mannheim und die Region