Altstadtfest - Hasepiehler Entenrennen zum 15. Mal / Soziale Einrichtungen bewerben sich für Erlös „Seppel“ hüpft rein

Von 
Susanne Kühner
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Am Woogbach schauen viele Menschen gespannt, was ihre Rennente zu leisten imstande ist. Das wieder von den Stadtwerken (SWS) unterstützte 15. Hasepiehler Entenrennen avanciert zu einem der Höhepunkte des Altstadtfests. © Venus

Speyer. „Seppel Sauber“ heißt die Rennente, die die Stadtwerke Speyer (SWS) zum 15. Hasepiehler Entenrennen der Stadtverwaltung am Altstadtfest-Samstag, 7. September, aufs Wasser schicken. Grundlos ist das Motiv 2019 nicht gewählt. Umstrukturierungen der Müllentsorgung in Speyers Altstadt in den vergangenen Jahren haben den Auslöser dafür gegeben.

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Nicht mehr befahren werden dürfen die engen Gassen in der historischen Ecke per Gesetz. Alternativen mussten gefunden werden, was in der Bevölkerung für Aufruhr sorgte (wir berichteten). Erfolgreich abgeschlossen und eingeführt sind die neuen Regelungen der Abfallabfuhr mittlerweile, wie SWS-Sprecherin Angela Sachweh informierte.

„In dem Zusammenhang haben wir festgestellt, wie groß die Anerkennung für die Müllwerker ist“, betonte sie bei der Präsentation der Rennente, die eben dieser Dienstgruppe gewidmet sein soll. Zeitgleich zur Vorstellung des quietschegelben Symbols mit orangefarbener Latzhose und Abfalleimer unterm Flügel klinkten sich die Müllarbeiter auf Facebook ein und stellten ihre Pendants in Miniaturgröße vor.

Anlässlich des kleinen Jubiläums wird Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) selbst den Startschuss um 15 Uhr an der Salzturmbrücke geben. 1500 „Wettkämpfer“ werden dort bereits ab 14 Uhr in den Speyerbach springen. Von gut dreieinhalb Minuten gehen die Organisatoren wiederum aus, bis mit dem Zieleinlauf zu rechnen ist.

Zur Not wird Wasser aufgestaut

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„Eine Schneise ist bereits freigeschnitten worden, damit die Enten gut durchkommen“, erklärte Seiler mit Verweis auf Grünarbeiten durch den Baubetriebshof. Diesem dankte sie ebenso wie dem THW und dem Förderverein St. Florian, die beim Auf- und Abbau von Klein Venedig – dem Ziel des Entenrennens – sowie der Umsetzung des Familienspektakels mithelfen.

„Bei Bedarf wird das Wasser aufgestaut“, ergänzte Sachweh. Angesichts des derzeit niedrigen Pegelstandes ist davon auszugehen. Gespannt äußerte sich Seiler auf die Kreativität, die die Entenbesitzer an den Tag legen. In den vergangenen Jahren haben die Käufer ihren Quietschetierchen eine immer stärkere persönliche Note gegeben. Sachweh bat jedoch darum, diesmal auf große Aufbauten zu verzichten.

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„Teilweise waren richtige Boote dabei“, erinnerte sie gerade an das Entenrennen im vergangenen Jahr. Die hätten allerdings zu Problemen geführt, da die eingebauten Schikanen nicht überwunden werden konnten und nachfolgende Schwimmenten ausgebremst wurden. Im Sinne der Fairness appellierte die SWS-Sprecherin daher an die Entenbesitzer, sich lediglich an dem Objekt als solchem zu verdingen.

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Die Stadtwerke stehen auch als Hauptsponsor Pate beim Hasepiehler Entenrennen. Preise für die ersten 20 Zieleinschwimmer und drei Präsente für die kreativsten Schöpfungen wird es geben. Die drei Erstplatzierten erhalten außerdem bademaxx-Wertkarten von 300, 200 und 100 Euro. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Rennenten sollen wieder sozialen Einrichtungen zugutekommen, die sich mit einem konkreten Projekt bei den Stadtwerken bewerben können (sachweh@stadtwerke-speyer.de) .

Im Verkauf ist „Seppel Sauber“ seit Montag, 26. August, in den Bürgerbüros der Stadt und in den SWS-Kundenbüros zum Preis von 2 Euro.