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So war es bei der interaktiven Radtour der Polizei Speyer

Auf der Radtour zu markanten Plätzen und ganz normalen Einsätzen konnten junge Menschen erfahren, wie sich Polizeiarbeit gestaltet.

Von 
Susanne Kühner
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Und los geht’s zur Radtour mit der Polizei, die an verschiedenen Stationen in Speyer über ihre Arbeit informiert und Bewerber anwerben will. © Venus

Speyer. Lia Ciminski (15) hat konkrete Vorstellungen über ihre berufliche Zukunft. Die Edith-Stein-Realschülerin will Polizistin werden. Sie ist mittlerweile eine Ausnahme. Die Nachwuchswerbung wird immer schwerer, wie Alexander Thomes und Kevin Götz von der Polizeiinspektion Speyer erleben müssen. Die Polizeibeamten wollen gegensteuern. Deshalb haben sie sich in intensiv Gedanken gemacht. Als Ergebnis herausgekommen ist eine interaktive Radtour. „Ich bin Amateurrennradfahrer und dachte, wir könnten eine Kombination aus Information und Sport anbieten“, führt Oberkommissar Thomes aus.

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Leicht gewesen sei es allerdings nicht, junge Menschen zum Mitmachen zu aktivieren. Ciminski ließ sich direkt von ihrem Vater animieren. „Nach den Sommerferien komme ich in die zehnte Klasse und habe vor, danach das Abitur zu machen“, erzählt die Domstädterin. Sie mag es, anderen Menschen zu helfen und kann sich gut vorstellen, mit Kollegen in Uniform auf Streife zu gehen. „Ich habe keine Angst, bespuckt oder bedroht zu werden“, sagt sie.

Streifenfahrten und Menschen retten – das steht auch bei Devlin Bengs (14) oben auf der Pro-Liste, wenn es um den Polizeiberuf geht. „Ich habe schon mal bei einem Schnuppertag mitgemacht und da einiges erfahren“, berichtet der junge Erlich-Schüler, wo er nach den Sommerferien in die achte Klasse kommt. Traurig, wenn’s mit dem Polizeiberuf nicht klappt, ist Bengs nicht. „Dann geht’s zum Ordnungsdienst“, nennt er seinen Plan B.

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zg
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Achtung Personenkontrolle

Ein paar Stationen haben sich Thomes und Götz für vier potenzielle Anwärter ausgedacht. Die erste ist am Melchior-Hess-Park angesiedelt. „Vom Grundsatz her ist das eine ganz normale Maßnahme“, sagt Götz zum Auftakt der Personenkontrolle, bei der sein Kollege den Befragten spielt. Wenn Personen verdächtig sind oder an Örtlichkeiten, wo Straftaten häufig stattfinden, sitzen, dann werde schon mal kontrolliert. „Parkanlagen gehören tatsächlich dazu“, stellt Götz heraus.

Der Russenweiher oder der Feuerbachpark seien Stellen, an denen viel los und entsprechend oft was für die Polizei zu tun ist. Fragen bleiben bei den Teilnehmern der Radtour nicht offen. Personenkontrolle, Abfrage, Auffälligkeiten, Durchsuchen – alles wird hier vorgeführt.

Von der Stadt geht’s in den Randbereich, vorbei am Flugplatz gen Liebesinsel. Dort wartet ein Vertreter der Diensthundestaffel mit „Sally“. Die neunjährige Hündin hört aufs Kommando. Große Augen machen Ciminski und die Jungs. „Sally“ ist fixiert auf ihren Besitzer und seine Befehle. Und vor allem ein Fakt überrascht: „Es gibt auch Datenträgerspürhunde. Das ist neu in Rheinland-Pfalz.“

Am Rhein, in Höhe vom Restaurant „Rentschlers“, folgt der letzte Treff. Diesmal mit der Wasserschutzpolizei, die detailreiche Einblicke in ihre Arbeit gibt. Auf dem Weg zu den Standorten nehmen sich Thomes und Götz Zeit für die Jugendlichen. Im Dialog erfragen sie, woher das Interesse an der Polizei rührt, welche Schule besucht wird und wie die Zukunftspläne sind.

Die große Hitze verkürzt die interaktive Radtour ein wenig. Wieder angeboten werden soll sie zu einem anderen Zeitpunkt, verspricht Thomes. Bis dahin stützt er sich auf die Rückmeldungen auf die Berufsinformationsabende, die gut sind. Ebenso gefragt: Praktika. Die Hoffnung darauf, irgendwann wieder bessere Zahlen im Nachwuchsbereich zu schreiben, haben Thomes und Götz jedenfalls noch nicht verloren.

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