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Stadtentwicklung

Sparkasse will 45 Millionen Euro investieren

Die Speyerer Sparkasse will endlich mehr Grün auf den Willy-Brandt-Platz bringen. Anwohner machen dagegen auf die jetzt schon kanppen Abstellmöglichkeiten für Autos aufmerksam.

Von 
Susanne Kühner
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Aus der derzeit komplett von der Sparkasse genutzten Hauptstelle (Bildmitte weißes Gebäude) wird ein Büro- und Wohnhaus. Das Parkdeck (links) soll zudem noch aufgestockt werden. Rechts im Bild Teile des Kreuzgangs des Augustinerklosters. © Venus

Speyer. Die frühere Zentrale der Speyerer Kreissparkasse und heutige Hauptstelle der Sparkasse Vorderpfalz am Willy-Brandt-Platz in Speyer ist in die Jahre gekommen. Vor 40 Jahren gebaut entspricht sie nicht mehr den Ansprüchen der Neuzeit. Das soll sich ändern. Eine Umgestaltung – von den Verantwortlichen Revitalisierung genannt – steht an. In einem Bürgerworkshop am Montagabend konnten sich Interessierte zum Vorhaben äußern.

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Im Gestaltungs- und im Bauausschuss der Stadt hatte Sparkassen-Vorstand Thomas Traue das Projekt bereits vorgestellt. Damals hatte er bereits angekündigt, die Bevölkerung – im Besonderen die unmittelbaren Anlieger – im Vorfeld mit ins Boot holen zu wollen. Rund 25 Personen fanden sich dazu im Augustinersaal der Hauptstelle ein.

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Dem zugewiesenen Standort als Mischgebiet will das Geldinstitut durch den Umbau gerecht werden. Nicht zuletzt soll dieser sich den veränderten Voraussetzungen der Bankentätigkeit anpassen. Die grundlegende Veränderung: Die Sparkasse wird nach der Vollendung des Bauprojekts nur noch das Erdgeschoss und einen Teil des ersten Obergeschosses beanspruchen, was einem Bedarf von etwa 2000 Quadratmetern entspricht. Auf 450 Quadratmetern im ersten Stock sollen Büros zur Vermietung angeboten werden.

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Der wesentliche Punkt, der für die gesamte Stadt ausschlaggebend ist: Auf zirka 2900 Quadratmetern im zweiten bis vierten Obergeschoss sowie auf etwa 900 Quadratmetern als Aufstockung auf dem Parkhausdeck sollen neue Mietwohnungen entstehen, die zudem der Sozialquote von 25 Prozent gerecht werden.

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Projekt im Herzen der Stadt

„Wir freuen uns als Verwaltung, dass dieser Komplex mit dem kompletten Umfeld weiterentwickelt wird“, warf Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD) beim Bürgerworkshop ein. Sie ist ja auch Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse und kennt die Pläne schon länger. Sowohl der Vorplatz als auch der historische Säulengang – ein Rest des einst dort stehenden Augustinerklosters – sollen in die Planungen integriert werden. „Das wird ein spannender Prozess im Herzen der Stadt werden“, stellte Seiler heraus.

Maßgeblich daran interessiert, die Wohnraumnot in der Stadt zu dämpfen, sei sein Haus, merkte Traue von der Sparkasse an. Wichtig ist ihm: „Die Sparkasse wird die Wohnungen nicht verkaufen. Sie bleiben in unserem Besitz.“ Allzu viel Vorgaben baulicher Art soll es im Voraus nicht geben, kündigte Holger Würk von DAL Bautec (Mainz) an. Er setzt auf die Kreativität der Architekten, die ihre Konzepte bei einem Wettbewerb einreichen können.

Was die Bürger am meisten bewegt, wurde bei der Versammlung am Montag schnell deutlich. Abgesehen davon, dass sich jeder eine bessere Aufenthaltsqualität im Bereich des Sparkassen-Gebäudes an sich wünscht, war den meisten die enorme Versiegelung ein Dorn im Auge. Die hatte Traue bereits auf der Agenda notiert. Nächste Schwierigkeit: der Parkdruck. Fast 150 Stellplätze hält die Sparkasse aktuell vor, wobei die 60 in der Tiefgarage von Mitarbeitenden genutzt werden.

Was wird aus den Stellplätzen?

Hier schaltete sich Seiler ein: „Ich weiß um die Dringlichkeit von Stellplätzen, aber es wird keine Befreiung geben, um mehr Parkfläche zu ermöglichen.“ In allen Stadtteilen herrsche Verkehrschaos, das es zu entzerren gelte. „Was sein muss, wird gemacht – aber nichts darüber hinaus“, betonte Seiler. Für eine ordentliche Zu- und Abfahrt für die Mieter werde gesorgt.

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Konkrete Zahlen zu Mietpreisen beziehungsweise Investitionen wollte Traue nicht nennen . Mehr als grob nannte er einen finanziellen Einsatz von etwa 45 Millionen Euro. Wie es letztendlich aussieht, hängt unter anderem von der Beschaffungsmöglichkeit von Baustoffen und der aktuellen Lage am Markt ab. Der Architektenwettbewerb soll im zweiten Quartal 2022 aufgeschrieben werden. Danach wird geplant und gebaut. Fertig sein soll die revitalisierte Sparkasse dann 2025.

Info: Mehr Bilder des Areals unter www.schwetzinger-zeitung.de

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