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Zunftbaumfest - Zum 38. Mal wird zwischen Alter Münze und Geschirrplätzel gefeiert – diesmal feucht

Speyer feiert 38. Zunftbaumfest

Zum 38. Mal feiern die Speyerer zwischen Alter Münze und Geschirrplätzel – diesmal wetterbedingt eher feucht.

Von 
Susanne Kühner
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Blick nach oben auf die 29 Zeichen des Speyerer Zunftbaums: Der Verein Speyerer Handwerkstradition hat zum 38. Mal das Fest organisiert und damit an die jahrhundertealte Tradition des Aufstellens eines Zunftbaums erinnert. © Venus

Speyer. Vor 40 Jahren wurde der Zunftbaum zum ersten Mal auf dem Platz zwischen der Alten Münze und dem Geschirrplätzel aufgestellt. Seither ist er stattliches Symbol der Speyerer Handwerkstradition. So heißt auch der Verein, der jedes Jahr im Mai zur Aufstellung einlädt. Nach zwei Jahren „ohne“ wurde am Samstag zum alternativen Zunftbaumfest eingeladen.

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Feierlich hätte vor zwei Jahren ein neuer Baum aus Lärche-Brettschichtholz in die Senkrechte gebracht werden sollen. Das gesellschaftliche Ereignis musste wegen der Pandemie entfallen. Aufgestellt wurde der Zunftbaum dennoch und seither nicht wieder abgebaut. „Ich bin sicher, dass wir den Brauch 2023 wieder aufleben lassen könnten“, machte der Zunftmeister der Handwerkstradition Zimmerer- und Dachdeckermeister Thomas Kleinböhl Hoffnung auf bessere Zeiten.

Tradition

Impressionen des 38. Speyerer Zunftbaumfestes

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Gefeiert werden soll auch das 40. Jubiläum. Dafür wählt der Verein eine andere Zeitrechnung . „Wir zählen nur die Feste, die tatsächlich stattgefunden haben“, erklärte Kleinböhl. Damit würde 2024 der Zunftbaum zum 40. Mal gestellt.

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Gut durch die Corona-Krise gekommen sei das Handwerk, meinte Kleinböhl. Viel mehr treiben es nun Preissteigerungen, Lieferschwierigkeiten und Materialknappheit um. „Es ist keine einfache Zeit“, bestätigte Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler (SPD), die selbst einer Arbeiterfamilie entstammt und sich zuletzt intensiv mit den Folgen des Ukraine-Kriegs für Menschen, aber auch für die Wirtschaft beschäftigen musste.

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Das Speyerer Handwerk bezeichnete sie als stabilen Faktor. „Wir wissen, dass ihr eine wichtige Säule in der Stadt seid“, betonte Seiler. Wie Kleinböhl, der den eklatanten Fachkräftemangel ansprach, sah auch sie die Zukunftssicherung der traditionellen Handwerksberufe als vorrangige Aufgabe. Dabei will die Kommune unterstützen.

Stärker um Nachwuchs werben

„Der Speyerer Mittelstand soll stärker Berücksichtigung finden. Wir haben vor, mit unserer Wirtschaftsförderung mit Veranstaltungen beim Nachwuchs wieder stärker für das Handwerk zu werben“, kündigte die OB an. „Wir haben die Hoffnung“, ergänzte Kleinböhl, „dass die Anerkennung für unsere Berufe wieder wächst.“ Auch Mädchen ließen sich mittlerweile mehr dafür begeistern.

Der 18 Meter hohe Zunftbaum, der von 29 Zeichen geziert wird, wird selbst im Winter leuchtendes Beispiel geben von der Speyerer Handwerkskunst. Ins rechte Licht gesetzt wird er dafür von einer Beleuchtung am Kranz, die bei der Erneuerung ebenfalls angebracht wurde.

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