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Umweltpapier

Speyerer Kirche legt sich straffes Klimaschutzkonzept auf

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zg/lk
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Die Evangelische Kirche der Pfalz will die Umsetzung ihrer Klimaschutzmaßnahmen erheblich beschleunigen. Bis zur Frühjahrs-synode 2022 soll ein Gesetzentwurf für klimafreundliche Heiztechniken für Gebäude wie die Gedächtniskirche vorliegen. © Venus

Speyer. „Klimaerhitzung abmildern und biologische Vielfalt erhalten“: Unter dieser Überschrift will die Evangelische Kirche der Pfalz bis 2035, spätestens bis 2040, klimaneutral werden. Das ist das Ziel eines Klimaschutzkonzepts, das die Landeskirche in den kommenden anderthalb Jahren erarbeiten will – so der Beschluss der Landessynode. „Alle kirchlichen Ebenen, Einrichtungen, Aufgabengebiete und Verwaltungen sollen dieses Ziel für sich und gemeinsam verfolgen“, sagte Sibylle Wiesemann, Umweltbeauftragte der Landeskirche, bei ihrem Vortrag.

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Wiesemann zeigte anhand der Treibhausgasbilanz für das Jahr 2020, dass die Landeskirche das selbstgesteckte Ziel erreicht habe, den Ausstoß von Treibhausgasen um 40 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 2005 zu senken. Das ist vor allem aufgrund der Effekte durch die Corona-Pandemie der Fall. Die Umweltbeauftragte lobte das Engagement von Gemeinden, die sich für Klimaschutz engagieren. „Sie machen vor, dass hohe Einsparungen bis hin zur Klimaneutralität möglich sind. Es steht an, dass diese guten Vorbilder zum Standard werden“, ermutigte Wiesemann.

Emissionen bis 2034 auf Null

Oberkirchenrat Manfred Sutter, der für Umweltfragen zuständig ist, sagte bei der Einführung ins Thema: „Wir spüren, dass die Zeit uns davon läuft. Wir müssen unsere Bemühungen bei der Umsetzung unserer Klimaschutzmaßnahmen erheblich beschleunigen und dabei vor unserer eigenen Haustür anfangen“. Beispielsweise strebt die Evangelische Kirche der Pfalz entsprechend des geplanten Eckpunktepapiers an, Treibhausgas-Emissionen, die durch den Unterhalt von Gebäuden, Mobilität und Beschaffung entstehen, bis 2035 auf Null zu reduzieren. Zudem sollen Grundstücke in kirchlichem Eigentum natur- und klimaverträglich bewirtschaftet werden. Grundlage ist die jährliche Auswertung der CO2-Emissionen aller Gebäude anhand der Heizenergie- und Stromverbrauchsdaten.

Im Beschluss der aktuellen Landessynode wird der Landeskirchenrat mit weiteren Meilensteinen beauftragt: Bis zur Frühjahrssynode 2022 soll ein Gesetzentwurf für klimafreundliche Heiztechniken vorgelegt werden, der vorgibt, dass keine reinen Gas- und Ölheizungen mehr eingebaut werden dürfen. Bis zur Frühjahrssynode 2023 soll eine Strategie mit Instrumenten und gesetzlichen Regelungen entwickelt werden, um die Ziele zu erreichen. Laut Oberkirchenrat Sutter sei beispielsweise zu klären, wie die Landeskirche mit dem Zustand und der Zahl ihrer Gebäude umgehe, wie viel Geld sie zur Verfügung habe und brauche, um die angestrebten Ziele zu erreichen. zg/lk

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