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Gaspreise

Stadtwerke Speyer raten zu höherem Abschlag beim Gas

Da sich die Entwicklungen dezeit regelrecht überschlagen, raten die SWS den Bürgern schon jetzt, ihre monatlichen Abschläge für Erdgas und Strom nach oben hin anzupassen.

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zg
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Damit die Gasflamme nicht ausgeht, raten die Stadtwerke Speyer zur Erhöhung der Abschlagszahlungen. Sonst werden hohe Nachzahlungen fällig. © SWS/by-studio/Fotolia

Speyer. Die Auswirkungen des Ukrainekriegs auf die Energiewirtschaft werden ja täglich kommuniziert. Hiervon sind natürlich auch die Kunden der Stadtwerke Speyer (SWS) betroffen. Da sich die Entwicklungen dezeit regelrecht überschlagen, raten die SWS den Bürgern schon jetzt, ihre monatlichen Abschläge für Erdgas und Strom nach oben hin anzupassen.

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Hintergrund ist ein umfassendes Gesetzespaket der Bundesregierung, bei dem neue Regelungen im Energiesicherungsgesetz (EnSiG) im Mittelpunkt stehen. Ziel ist zum einen die Sicherstellung der Gasversorgung bei einer Mangellage, zum anderen die solidarische Verteilung der Mehrkosten, die durch notwendige Ersatzbeschaffungen aufgrund reduzierter oder ausbleibender russischer Gaslieferungen entstehen, auf die Endkunden.

Wenn also so ein Gasmangel eintritt, stehen nach dem EnSiG folgende Optionen zur Verfügung. Mit dem neuen Paragraphen 29 erhält der Bund die Möglichkeit, finanziell angeschlagene Versorger auf der Importebene mit staatlichen Hilfsmaßnahmen zu unterstützen (Uniper ist so ein Beispiel). In den Paragraphen 24 und 26 werden die Möglichkeiten zur Weitergabe der Ersatzbeschaffungskosten an den Endkunden geregelt. Mit dem Preisanpassungsrecht können Versorger kurzfristig die Mehrkosten an ihre Kunden weitergeben, die für den Ersatz von nicht mehr geliefertem russischem Gas anfallen.

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Wahrscheinlicher wird aber gemäß Paragraph 26 ein Umlagemechanismus eingeführt, der die Mehrkosten solidarisch auf alle Gasverbraucher verteilt. Ziel der Bundesregierung ist die Sicherstellung der Energieversorgung und eine gleichmäßige Belastung aller Verbraucherinnen und Verbraucher. Zudem werden durch die Gasspeicherumlage nach Paragraph 35e Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) die entstandenen Kosten für die Füllung der Gasspeicher auf die Verbraucher umgelegt. Auch die schon bestehende Bilanzierungsumlage soll erhöht werden.

Start schon im Herbst geplant

Die genannten Umlagen werden voraussichtlich schon ab Herbst 2022 anfallen. Die Höhe ist jedoch noch nicht bekannt oder konkret absehbar. Daher raten die Stadtwerke den Verbraucherinnen und Verbrauchern schon jetzt vorzusorgen und ihre monatlichen Abschlagsbeträge für Erdgas und Strom zu erhöhen.

Um den noch unbekannten Preissteigerungen entgegenzuwirken, raten die SWS zudem, Geld beiseitezulegen. Die Abschlagsanpassungen sind für all jene Kunden angebracht, die erst im kommenden Jahr ihre nächste Abrechnung erhalten und somit über den Winter noch niedrigere Abschläge zahlen würden. Ab 2023 müssen die Kunden sowieso mit drastischenPreiserhöhungen rechnen.

Neben den Umlagen werden auch die Energiebeschaffungskosten nach Ansicht der Stadtwerke weiter ansteigen. Spätestens zum Jahreswechsel sollten alle Kunden deshalb ihre Abschläge deutlich anheben, um den höheren Verbrauch in den Wintermonaten zu den steigenden Preisen ins Verhältnis zu bringen, damit nicht zu hohe Nachforderungen auflaufen.

Über ihre Homepage, die MeinSpeyer-App, Social Media sowie die regionalen Medien informieren die SWS regelmäßig und aktuell zur Situation auf den Energiemärkten und über die Auswirkungen auf die Verbraucher.

Zudem appellieren die Stadtwerke gemeinsam mit der Stadt an die Bevölkerung, Energie einzusparen: Jede Kilowattstunde bei Strom und Erdgas, die nicht verbraucht wird, hilft, die gemeinsame Ausgangslage bei der Energieversorgung im kommenden Herbst und Winter zu verbessern und die eigenen Kosten zu reduzieren. Jeder noch so kleine Beitrag ist ein Stück auf dem Weg zum großen Ziel einer sicheren und unabhängigen Energieversorgung.

Abschlagsanpassungen sind online über das SWS-Kundenportal www.stadtwerke-speyer.de/kundenportal und per E-Mail an vertrieb@stadtwerke-speyer.de oder telefonisch unter 06232/62 50 und persönlich im SWS-Kundenzentrum in der Industriestraße möglich.

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