Stadtentwicklung

Stiftungskrankenhaus klug überplanen

Vorschläge für ein Sahnestück in der City

Von 
zg
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Speyer. Ins Projekt „Stiftungskrankenhaus“ kommt in diesem Jahr Schwung. So will die Stadtverwaltung das Areal von der Bürgerhospitalstiftung erwerben, wie Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler kürzlich ankündigte. Weitgehend einig sind sich die wichtigsten politischen Gruppierungen in der Frage des Erhalts des Krankenhausgebäudes. Der Stahlgerüstbau ist sanierbar, wie mehrere Experten urteilten. Das Zukunftsforum interessierter Bürger hat sich mit dem Thema befasst und folgende Meinung gebildet:

„Durch eine Aufstockung des Gebäudes mit zurückversetzter Front kann zusätzlicher, attraktiver Wohnraum mit Dachterrassen geschaffen werden – mit der Möglichkeit, hier auch generationenübergreifendes Wohnen zu realisieren“, heißt es in deren Mitteilung.

Dem Gestaltungsbeirat und dem Stadtrat sei ein Nutzungskonzept vorgelegt worden, das sich weitgehend mit dem vom Verein Zukunftsforum Speyer bereits 2021 der Öffentlichkeit präsentierten decke. Nicht weit weg davon, wenn auch etwas zu kurz gesprungen, sei der Vorschlag der SPD-Stadtratsfraktion, sich am Haus „Bethesda“ der Diakonissen in Landau zu orientieren. Dort würden Wohnangebote mit Behindertenwerkstatt, Tagesförderstätte und weiteren inklusiven Angeboten vereint. Speyer sei allerdings dank der Lebenshilfe schon gut versorgt mit Angeboten für Menschen mit Beeinträchtigungen.

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Andreas Lin
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Die Vorschläge des Zukunftsforums seien das Ergebnis einer Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. Favorisiert werde eine multifunktionale Nutzung: als ambulanter Pflegestützpunkt, als ambulanter Rehabereich (Sporthalle und Schwimmbad vorhanden), ein medizinisch-geriatrischer Stützpunkt, zudem Geschäfte wie eine Apotheke und Rehabedarf und ein Raum für soziale Organisationen, so das Zukunftsforum.

Im Untergeschoss könne die Gastronomie reaktiviert werden mit Schwerpunkt auf gesunder Ernährung. Fassadenbegrünung sowie ein modernes Energiekonzept seien heutzutage selbstverständlich. Auch Ergotherapie und ähnliches könne hier angeboten werden.

Appartements für Senioren

In den oberen Stockwerken könnten aufgrund der Stahlbetongerüstbauweise des Gebäudes mit relativ freien Grundrissen Appartements für betreutes Seniorenwohnen und Pflegeappartements entstehen. Auch habe die Freie Reformschule ihr Interesse bekundet, denn die derzeitigen Räumlichkeiten reichten kaum aus. Auf dem versiegelten Gelände könne auf dem jetzigen Parkplatz neu gebaut werden. Das parkähnliche Areal sollte laut Zukunftsforum aber unangetastet bleiben.

„Das Zukunftsforum schlägt vor, das Vorhaben durch eine Projektgesellschaft unter städtischer Beteiligung durchzuführen. Aufgabe der Projektgesellschaft ist die Ausarbeitung des Konzepts im Detail und geeignete Betreiber für die einzelnen Bereiche zu akquirieren, um mit diesen zum einen die Planung abzustimmen und die Finanzierung des Projektes zu konzipieren. Wir als Zukunftsforum sind bereit, uns beim Planungsprozess einzubringen“, betont Vorsitzender Klaus Stein. zg