Feuerwehr

Treffen der Generationen

Hinterm Dom wird die Entwicklung bei Tanklöschfahrzeugen deutlich gemacht

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zg
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Das Generationentreffen vor der Apsis des Doms: Zwischen den Baujahren der vier Fahrzeuge liegen rund 50 Jahre Speyerer Feuerwehrgeschichte. Ganz rechts ein Tanklöschfahrzeug 24/50, Baujahr 1973, links außen das Tanklöschfahrzeug 4000, das erst im Dezember 2022 vom Aufbauhersteller Magirus in Neu-Ulm übergeben wurde. © Stadt/Brand- und Katastrophenschutz

Speyer. Die etwas ruhigere Zeit zwischen den Jahren ließ es zu, dass Speyerer Feuerwehrleute in ihrer Freizeit zu einem besonderen Anlass ausrückten. Vormittags verließen gleich vier Tanklöschfahrzeuge die Feuerwache an der Industriestraße, um zwischen Dom und Heidentürmchen für ein Treffen der Generationen Aufstellung zu nehmen. Das Besondere: Zwischen den Baujahren der Fahrzeuge liegen rund 50 Jahre Feuerwehrgeschichte!

„Die meisten Jahre zählt unser altes Schätzchen, ein Tanklöschfahrzeug 24/50 aus dem Baujahr 1973. Um es der Wehr zu erhalten, ging es vor einigen Jahren in das Eigentum des Fördervereins Sankt Florian über. Dort wird es gehegt und gepflegt, sodass es nicht nur den Feuerwehrleuten, sondern auch vielen Speyerern Freude bereiten kann. Beispielsweise als Teilnehmer beim Brezelfestumzug. Mittlerweile als „Oldie“ mit einem historischen Kfz-Kennzeichen ausgestattet, soll es uns noch viele Jahre erhalten bleiben“, schreibt die Feuerwehr in ihrer Pressemitteilung.

Anders sieht es beim Tanklöschfahrzeug 4000 aus. Der MAN, Baujahr 1997, dessen feuerwehrtechnischer Teil von der Firma GTF aufgebaut wurde, befindet sich kurz vor der Ausmusterung, nachdem er viele Jahre treue Dienste geleistet hat. Das Fahrzeug soll verkauft werden. So kann es an anderer Stelle wirken.

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Katja Bauroth
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Zurück in die zweite Reihe wird dann ein Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 2009 rutschen. Der MAN mit Schlingmann-Aufbau bleibt der Wehr erhalten und wird weiterhin im Einsatzdienst verwendet, zum Beispiel bei Großeinsätzen oder Brandsicherheitswachen. Den dadurch frei werdenden Platz im ersten Abmarsch wird der Neuzugang einnehmen – ein Tanklöschfahrzeug 4000, das vor wenigen Tagen im Dezember 2022 vom Aufbauhersteller Magirus in Neu-Ulm übergeben wurde. Aktuell werden die Maschinisten an der Fahrzeugtechnik, die sich auf dem neuesten Stand befindet, eingewiesen. Das nimmt etwas Zeit in Anspruch, sodass die Wehr mit einer Indienststellung im Februar rechnet. Der MAN wird dann bei Bränden auf Bundesstraßen und Autobahnen, Wald-, Wiesen- und Vegetationsbränden sowie bei der Industriebrandbekämpfung Dienste leisten. Er ist das zweite Fahrzeug, das komplett im neuen Design ausgeliefert wurde.

„Ich bin stolz, dass wir die notwendige Modernisierung unseres Fuhrparks Schritt für Schritt voranbringen. Eine taktische Einheit ist immer Mannschaft plus Fahrzeug. Dazu gehören eben untrennbar moderne Fahrzeuge und Gerätschaften, mit denen wir dem stets wachsenden Gefahrenpotenzial und unserem immer größer werdenden Aufgabenspektrum Rechnung tragen. Es war ein Projekt von allen für alle. So geht Teamwork“, lobt Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Eymann den zuständigen Sachgebietsleiter in Sachen Beschaffung beim Hauptamt, Chris Manser. zg